17.02.2017 - Ausgabe Nr. 1422

Für die OMV ist das Weinviertel eine "Technologische Schatzkammer"



Fast 170 Millionen Euro wird die OMV heuer und 2018 in die Suche nach neuen sowie in die Förderung bestehender Erdöl- und Erdgasvorkommen im Marchfeld und im angrenzenden Weinviertel investieren. „Von diesem Betrag fließen ein Drittel in Explorationsbohrungen, zwei Drittel in Produktionsbohrungen an bestehenden Feldern“, gibt der für das Bohrgeschäft zuständige OMV-Vorstand Johann Pleininger bekannt. Bemerkenswert sei, dass die aus niederösterreichischem Boden geholte Fördermenge an Öl und Gas stabil bleibe und auch heute noch auf dem Niveau der 1980er Jahre liegt.

Dafür gibt es einen speziellen Grund: „Das Weinviertel ist eine wahre technologische Schatzkammer“, sagte OMV-Vorstandsvorsitzender Rainer Seele bei der Vorlage der Konzernbilanz über das Geschäftsjahr 2016. Hier bringe der Energiekonzern sein modernstes Gerät zur Anwendung – so u.a. die Richtbohr- und Horizontalbohrtechnik. „Unser Ausschöpfungsgrad, die Entölungsrate, liegt bei 60 Prozent. Weltweit sind es durchschnittlich nur 40 Prozent“, rechnete Seele vor. Auch bei Erdgas erreiche man so 90 Prozent gegenüber 80 Prozent weltweit.

„Hotspot“ der geplanten Bohraktivitäten, die noch im ersten Quartal 2017 starten werden, ist der Bezirk Gänserndorf, wo die OMV acht Projekte in Angriff nimmt. Besonders intensiv läuft die Suche nach neuen Öl- und Gasvorkommen in Prottes, wo fünf neue Bohrungen vorgesehen sind. Im Marchfeld stehen auf der Liste der geplanten Projekte weiters noch Matzen mit zwei Bohrungen und Schönkirchen mit einer Bohrung.

Zweimal wird der Energiekonzern im Bezirk Mistelbach nach Erdöl und Erdgas suchen - in Altlichtenwarth und Bernhardsthal. Darüber hinaus bohrt die OMV ab 2017 auch noch in der Ortschaft Roseldorf bei Niederhollabrunn im Bezirk Korneuburg sowie in Höflein an der Donau, wo man in großer Tiefe Erdgas vermutet. (mm)

www.omv.com

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