6.10.2017 - Ausgabe Nr. 1454

150 Grundeigentümer vom Bau der Traisental-Schnellstraße betroffen



Zurzeit läuft die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte in Niederösterreich, den Bau der Traisental-Schnellstraße S34 von der Westautobahn A1 bis Wilhelmsburg. Nach Abschluss der UVP wird die Errichtungsgesellschaft ASFiNAG Verhandlungen mit jenen Grundeigentümern aufnehmen, über deren Besitz die geplante Trasse der S34 verläuft. „Von den Grundeinlösen sind rund 150 Eigentümer betroffen“, teilt Verkehrsminister Jörg Leichtfried in Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage des Nationalratsabgeordneten Christian Hafenecker von der FPÖ mit.

Zur Ermittlung der Betragshöhe der Entschädigungszahlungen, die für den Kauf der benötigten Liegenschaften fällig sind, wird die ASFiNAG ein Bewertungsgutachten erstellen lassen. Dabei orientiere sich der mit dieser Aufgabe betraute unabhängige beeidete Sachverständige grundsätzlich an dem in der Region marktüblichen Preisniveau - dem Verkehrswert - und schlage diesem landwirtschaftliche Nebenentschädigungen auf. Bei einer gütlichen Einigung mit dem Grundeigentümer komme noch ein „Akzeptanzzuschlag“ hinzu, teilt Leichtfried mit.

Schon seit geraumer Zeit fordern viele Unternehmen, die im Süden des Bezirks St. Pölten oder im Bezirk Lilienfeld ihren Sitz haben, den raschen Bau der Traisental-Schnellstraße S34. Denn auf der überlasteten B20 verlieren die Betriebe in Staus viel Zeit und Geld. Für die gesamte Wirtschaft des oberen Traisentals ist eine bessere Anbindung an den NÖ Zentralraum essentiell. Dort sichern nämlich namhafte Unternehmen Hunderte Arbeitsplätze, wie in Traisen der Stahlproduzent voestalpine, der Rohrleitungshersteller Georg Fischer Fittings und das Schwertransportunternehmen Trost, der Aluminium-Dacherzeuger Prefa in Marktl, die Rohrsysteme-Firma Isoplus in Hohenberg, das Stahlseilwerk Teufelberger und die Roth-Technik in St. Aegyd am Neuwalde. (mm)

www.bmvit.gv.at

www.asfinag.at

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