10.11.2017 - Ausgabe Nr. 1459

Franz Penner: „Noch keine Alternative zum Dieseltreibstoff bei Lkw“



„Für schwere Lastentransporter mit weiten Distanzen gibt es zurzeit keine Alternative, als mit Diesel zu fahren“, stellt Franz Penner, Spartenobmann für Transport und Verkehr in der NÖ Wirtschaftskammer gegenüber dem NÖ Wirtschaftspressedienst fest. Nach Meinung Penners gibt es viele Diskussionen um den Dieselmotor, die von manchen Seiten auch übertrieben werden.

„Die Fahrzeughersteller haben mit der EURO-6-Norm bei Diesel-Motoren für Lkw und Busse bewiesen, dass man den Diesel schadstofffrei machen kann“, meint Penner. Die Emissionsmessungen sind bei Lkw und Bussen bereits fix vorgeschrieben, was bei Pkw noch immer fehlt.

Nicht nur Unternehmer machen sich Sorgen über die Zukunft des Dieselmotors. Auch die Funktionäre der Wirtschaftskammer sind, nach Aussage Penners, im ständigen Kontakt mit Herstellern, Industrie, Fahrzeugimporteuren und Politikern über die Zukunft des Dieselmotors. Derzeit forscht man an sauberen, synthetischen Brennstoffen, wie zum Beispiel Wasserstoff. Dabei stehen vor allem Mobilität und Nachhaltigkeit im Vordergrund.

In Zukunft wird sicher eine Vielfalt von Antriebsvarianten für alle Fahrzeuge auf öffentlichen Straßen vorgestellt werden. „In Ballungszentren führt jedoch kein Weg an der E-Mobilität vorbei“, ist Franz Penner überzeugt. Im Gegensatz dazu wird es noch lang - nämlich bis in die Jahre 2040/50 - dauern, bis elektrisch betriebene Lkw auf hochrangigen Straßen und weiten Strecken unterwegs sein können. Der Grund dafür sind die noch zu großen und schweren Batterien. „Ein rascher Erfolg zum Umstieg auf alternative Antriebssysteme wird wesentlich vom Kostenfaktor abhängen“, ist der Spartenobmann überzeugt. (km)

http://wko.at/noe/verkehr

www.penner.at

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