1.12.2017 - Ausgabe Nr. 1462

Kremser Unternehmen entwickelt neues Wachskombinationsverfahren



Ein neues Verfahren zur Herstellung mikronisierter Wachse als modifizierte Wachsmischungen hat die Polymerwerkstatt GmbH in Krems entwickelt. Sie ist auf die Herstellung und Entwicklung maßgeschneiderter Kunststoffgranulate spezialisiert. So können Hochleistungsbeschichtungen mit mehr Möglichkeiten und weniger Zusatzstoffen auch noch günstiger produziert werden. Wie Geschäftsführer Thomas Auinger dem NÖ Wirtschaftspressedienst mitteilte, liege die besondere Innovation im Herstellungsverfahren, was beim NÖ Innovationspreis 2017 mit einer Anerkennung gewürdigt wurde.

„Bei unserem Verfahren, das aus einer Kombination verschiedener Verfahrensschritte besteht, können organische Wachse, wie z.B. Carnauba, mit anorganischen Wachsen aus Polyamid, Polyethylen oder anderen Polymeren kombiniert werden, was bei Lacken die Kratz- und Abriebfestigkeit wesentlich verbessert. Außerdem können mit diesem Verfahren auch noch andere gewünschte Eigenschaften integriert werden“, erklärt Auinger. In Summe spare dieses Verfahren Rohstoffe ein und reduziere auch die Kosten. Im übrigen sei dieses Verfahren sehr gut skalierbar und sehr genau einstellbar. Derzeit ist die Anwendung dieses neuen Verfahrens noch auf die Lackindustrie beschränkt, könnte aber auch in der Kosmetik- und Lebensmittelindustrie nur mit organischen Wachsen angewendet werden.

Die Polymerwerkstatt produziert Kunststoff-Granulate, die zum Teil extrem fein vermahlen sind, exakt nach Kundenwunsch. Erzeugt wird bereits ab 25 Kilogramm. Weiters sind auch Eigenprodukte, wie die modifizierten Wachsmischungen, im Angebot sowie eine Flüssigeinfärbung von Kunststoffen.

Mit fünf Mitarbeitern peilt das Unternehmen heuer einen Umsatz von etwa 800.000 Euro an. Auf 1,2 Millionen Euro soll er 2018 steigen. Die Exporte, die 30 Prozent ausmachen, gehen nach Deutschland und in die Schweiz. (hm)

http://polymerwerkstatt.com

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