12.01.2018 - Ausgabe Nr. 1468

Chinesischer Autobauer entwickelt jetzt in Kottingbrunn



Sogar für China ist der Wirtschaftsstandort Niederösterreich interessant geworden. Der große chinesische Autohersteller Great Wall Motor (GWM) hat in Kottingbrunn ein neues Zentrum für Forschung und Entwicklung eröffnet. Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav sieht darin ein deutliches Zeichen, dass in Niederösterreich die Rahmenbedingungen auch für internationale Konzerne optimal sind. Die Ansiedlung wurde von der NÖ Wirtschaftsagentur ecoplus begleitet. Mittelfristig sollen hier 150 neue hochqualifizierte Arbeitsplätze geschaffen werden.

Bis 2020 möchte GWM etwa 20 Millionen Euro investieren. Die Entscheidung für diesen Standort sei auch gefallen, weil es hier einen gut entwickelten Fachkräftemarkt gäbe und weil mit dem Flugfeld Kottingbrunn und der hervorragenden Anbindung an die Autobahn auch die Infrastruktur entsprechend gut sei, teilte Markus Schermann, Geschäftsführer der Great Wall Motor Austria Research & Development GmbH, bei der Standorteröffnung dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit.

In Kottingbrunn will man Technologien rund um die Elektromobilität entwickeln, wie Antriebskomponenten, Leistungselektronik und Software. Als nächster Schritt stehen Brennstoffzellen auf der Liste. GWM produziert Fahrzeuge sowohl mit Elektroantrieb, Hybriden und Verbrennungskraft. Als Marken sind es neben GWM noch Haval und Wey.

1984 gegründet, beschäftigt GWM derzeit weltweit mehr als 82.000 Mitarbeiter. 2016 wurden 1,2 Millionen Fahrzeuge produziert. GMW hat seinen aktuellen Schwerpunkt bei der Erzeugung von SUVs und Pick-ups. (hm)

https://www.ecoplus.at

http://www.gwm.at

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