12.01.2018 - Ausgabe Nr. 1468

Schuljugend übt Roboter- und Forschungswettbewerb am WIFI-St. Pölten



Die ausreichende Ausstattung ihrer Belegschaft mit den MINT-Kompetenzen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik ist für die meisten produzierenden Unternehmen aus Industrie und Gewerbe die unerlässliche Voraussetzung für erfolgreiches Wirtschaften sowie für Innovationen und für ihre damit geschaffene Wettbewerbsfähigkeit auf dem Markt daheim und auch international. Viele Initiativen sehen den ersten Ansatz dazu schon im frühen jugendlichen Alter.

Eine dieser Initiativen ist der Niederösterreichische Robotik-Regionalwettbewerb, der am 18. Jänner im WIFI-St. Pölten stattfindet. Da treten 130 Jugendliche im Alter von 10 bis 16 Jahren in 14 Teams mit dem Ziel an, das österreichische Finale am 3. Februar in Bregenz und das zentraleuropäische Finale am 17. und 18. März in Aachen zu erreichen. Als letzte Stufe folgt das Open European Championship vom 16. bis 19. Mai im ungarischen Debrecen.

Im WIFI müssen sich die Jugendlichen mit dem vorgegebenen Jahresthema „HYDRO DYNAMICS – Vorkommen, Nutzung, Lagerung und Bewegung von Wasser“ beschäftigen. Bewertet wird jeweils von einer Jury ihr Können in den Bereichen Robot Game, Technik und Design, Forschungspräsentation und Teambewerb.

Die Erwartungen, die die Wirtschaft in diese Initiative setzt, die Teil eines weltweiten Bildungsprogramms mit 23.000 Teams aus 70 Ländern ist, bringen der Industrie-Geschäftsführer der NÖ Wirtschaftskammer Johannes Schedlbauer und die Geschäftsführerin der NÖ Industriellenvereinigung Michaela Roither auf den Punkt.

„Es werden die Schlüsselqualifikationen Projektorientierung, Ziel- und Lösungsorientierung trainiert“, sagt Schedlbauer. Gerade vor dem Hintergrund der Digitalisierung werde der Bedarf an Mitarbeitern stark steigen, die technisches Verständnis aufbringen sowie vernetzt denken und arbeiten können. „Der Bewerb zeigt unseren Jugendlichen jedenfalls, wie spannend Technik und Digitalisierung sind, und gleichzeitigt fördern wir technikbegeisterten Mitarbeiternachwuchs“.

„Schon heute haben acht von zehn Unternehmen Probleme damit, ausreichend Fachkräfte zu finden“, sagt Michaela Roither. Mehr als jedes vierte Unternehmen hat im Vorjahr noch mehr MINT-Stellen besetzen wollen als es konnte, ist jedoch an dem zu geringen Fachkräfteangebot gescheitert. „Dementsprechend wichtig ist es, die MINT-Ausbildung zu stärken. Denn dort liegen die Jobs der Zukunft“, so Roither. (mü)

http://wko.at/noe/industrie

https://niederoesterreich.iv.at/de

Artikel teilen:

© 2018 - www.wirtschaftspressedienst.at
Donau Media Wirtschaftsverlag 1984 GmbH | Bahnstraße 6 | 2104 Spillern