10.02.2018 - Ausgabe Nr. 1472

Reisebüros machen Druck auf die Insolvenzabsicherung der Fluglinien



Eine Insolvenzabsicherung der Fluglinien fordern die niederösterreichischen Reisebüros. Anlass sind die jüngsten Ausfälle von Fluggesellschaftenn wie Air Berlin/FlyNiki. „Seit dem Jahr 1999 schützt zwar die Reisebürosicherungsverordnung die Reisenden im Fall der Insolvenz des Pauschalreiseveranstalters, der verpflichtet ist, mit einer Versicherung oder einer Bankgarantie für den Insolvenzfall vorzusorgen. Für Fluglinien aber ist diese Insolvenzabsicherung noch immer nicht vorgeschrieben. Diese Lücke muss endlich geschlossen werden“, erklärt Sabine Riedl, Obfrau der Fachgruppe der Reisebüros in der NÖ Wirtschaftskammer, dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

Grund zur Freude hat man hingegen mit der Buchungslage für den heurigen Sommer. „Das Buchungsvolumen ist heuer noch stärker als 2017“, gibt Sabine Riedl bekannt. Sie führt das vor allem auf die „sehr guten Frühbucherangebote“ der Branche und auch darauf zurück, dass die „Kunden das Buchen übers Reisebüro aufgrund der Absicherung wieder weit mehr schätzen. Man hat jederzeit einen Ansprechpartner und wird nicht wie bei Onlinebuchungen mit offenen Fragen allein gelassen.“

Pro Kopf geben die Niederösterreicher für ihren Sommerurlaub durchschnittlich 1.300 Euro aus. Voll im Trend sind wieder Griechenland, Spanien, Portugal, Italien, die Türkei und Ägypten. Gut gebucht sind nach wie vor auch Kreuzfahrten sowie Reisen in nordische Länder, wie Norwegen und Schweden, und auch Fernreisen. Hier zählen die Malediven, Mauritius, Thailand und Mexiko zu den beliebtesten Destinationen.

Zurzeit gibt es in Niederösterreich 259 Reisebüros, die 980 Mitarbeiter beschäftigen. 15 Betriebe bilden 25 Lehrlinge aus. (dsh)

http://wko.at/noe/reisebueros

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