9.03.2018 - Ausgabe Nr. 1476

Weltmarktführer Pollmann ortet für das „Wohnviertel Waldviertel“ Aufholbedarf



Als Wohngegend für junge Leute und Familien hat das Waldviertel Verbesserungsbedarf. Diese Ansicht vertritt Herbert Auer, Geschäftsführer des Automobil-Zulieferunternehmens Pollmann International mit Sitz in Karlstein/Thaya. „Die einzelnen Gemeinden müssten z.B. mehr Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten anbieten“, meint er in einem Interview mit dem Magazin „iv-positionen“. Auch die Straßenverbindungen seien wichtig, vor allem aber leistungsfähige Breitbandanschlüsse. „Schließlich befinden sich auch unsere zentralen Serveranlagen in Karlstein“, stellt Auer fest.

Als Familienbetrieb mit einer 130jährigen Tradition ist Pollmann eng mit der Region Waldviertel verbunden. Derzeit baut das Industrieunternehmen im 20 Kilometer von Karlstein entfernten Vitis um 15 Millionen Euro ein neues Werk, das im dritten Quartal 2019 in Betrieb gehen wird. „In der ersten Ausbauphase sollen dort 50 bis 80 neue Arbeitsplätze entstehen“, kündigt der Geschäftsführer an.

Pollmann ist der weltweit größte Produzent von Schiebedachmechaniken für Automobilhersteller. Auf dem Kfz-Sektor erzeugt das Waldviertler Industrieunternehmen auch Türschlosssysteme sowie Elemente für Scheibenwischeranlagen und Anschlussstücke für Benzinpumpen. Darüber hinaus kommen Pollmann-Produkte in der Prothetik, Rehabilitation und in Haushaltsgeräten zum Einsatz. Das Unternehmen betreibt Werke in Österreich, Tschechien, China und den USA und hat 2017 mit mehr als 1.700 Beschäftigten - 630 davon in Österreich - einen Umsatz von über 170 Millionen Euro erwirtschaftet. (mm)

www.pollmann.at

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