13.04.2018 - Ausgabe Nr. 1481

Niederösterreichs Papierindustrie ist im Aufwind



Als stabiler Wirtschaftszweig mit sehr guter Auslastung zeigen sich die acht niederösterreichischen Betriebe der Papierindustrie. Sie konnten sowohl den Umsatz 2017 um 1,6 Prozent auf 905 Millionen Euro steigern, als auch die Mitarbeiterzahl leicht auf 1.437 erhöhen. Nur in der Produktion war ein leichter Rückgang um zwei Promille auf 990.518 Tonnen zu verzeichnen. Bei der Jahrespressekonferenz der Papierindustrie Österreichs (Austropapier) stellte Christian Skilich, Vizepräsident von Austropapier sowie technischer Direktor der Mondi Gruppe, fest, dass die Arbeitsplätze in Österreich mittelfristig gesichert seien.

„Wir suchen immer Lehrlinge, die in diesen interessanten und stabilen Industriezweig einsteigen wollen. Auch Maturanten sprechen wir an, doch leider hält sich die Begeisterung der jungen Menschen in Grenzen“, betont Skilich, der vor allem den Frauenanteil in der Papierindustrie heben möchte. Derzeit bildet die Papierindustrie alle notwendigen Facharbeiter selber aus.

Als Wermutstropfen nennt Skilich die Standortnachteile, die der heimischen Papierindustrie aus den Energiekosten in Österreich erwachsen. Diese sind um gut 25 Prozent höher als z.B. in Deutschland, was Österreichs Papierindustrie, die 88 Prozent ihrer Produktion exportiert, zu schaffen macht. Eine Kostenentlastung fordert Skilich u.a. mit dem Verweis darauf, dass die Papierindustrie mit der vollständigen Nutzung des Rohstoffes Holz 95 Prozent Energieeigenversorgung bei Wärme und Strom erziele und der größte heimische industrielle Ökostromerzeuger sei.

Austropapier besteht aus 24 Betrieben mit 7.800 Mitarbeitern, davon acht in Niederösterreich mit 1.437 Mitarbeitern. 2017 erzielte die Gruppe einen Umsatz von vier Milliarden Euro und eine Produktionsmenge von 4,9 Millionen Tonnen. (hm)

www.austropapier.at

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