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27.04.2018 - Ausgabe Nr. 1483

Wirtschaftsdynamo Industrie dampft in Niederösterreich auf Hochtouren



Auch in den kommenden sechs Monaten rechnen Niederösterreichs Industrieunternehmen mit vollen Auftragsbüchern. Verantwortlich dafür sind vor allem die boomenden Exporte. Das geht aus einer Konjunkturumfrage der Industriellenvereinigung Niederösterreich (IV-NÖ) hervor, an der 37 produzierende Betriebe mit insgesamt 16.600 Beschäftigten teilgenommen haben.

Die Ergebnisse im Detail: 68 Prozent der Unternehmen beurteilen die Geschäftslage als gut, mit der aktuellen Auftragslage sind sogar 73 Prozent zufrieden. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen verzeichnet steigende Auslandsaufträge, ein Viertel spricht von gleichbleibenden Auslandsaufträgen. Wesentlicher Grund dafür ist die positive Wirtschaftsentwicklung in Deutschland. „Mit einem Exportvolumen von fast drei Milliarden Euro war Deutschland im ersten Halbjahr 2017 der wichtigste Exportmarkt für niederösterreichische Unternehmen. Darüber hinaus hilft der stabile Euro bei Geschäften im Ausland“, erklärt IV-NÖ-Präsident Thomas Salzer.

Bei der Einschätzung der Geschäftslage für die nächsten sechs Monate zeigen sich Niederösterreichs Industrieunternehmen ebenfalls optimistisch: 23 Prozent gehen von einer steigenden Geschäftslage im nächsten Halbjahr aus, 77 Prozent rechnen mit einer stabilen Entwicklung. 22 Prozent der Betriebe vermuten, dass sie neue Mitarbeiter einstellen werden. Der Großteil erwartet in den nächsten drei Monaten einen gleichbleibenden Beschäftigtenstand.

„Während die großen, sehr exportorientierten Unternehmen schon seit längerer Zeit verstärkt auf Mitarbeitersuche sind, gibt es jetzt auch immer mehr kleinere Betriebe, die ihren Beschäftigtenstand erweitern möchten“, gibt Salzer bekannt. Eingeschränkt würden die Unternehmen dabei jedoch - unabhängig von ihrer Größe - von dem vorhandenen Fachkräftemangel, der sich weiter zuzuspitzen droht. „Schon heute haben mehr als acht von zehn Industriebetrieben Probleme beim Rekrutieren von Personal in den Sektoren Technik und Produktion sowie Forschung und Entwicklung“, stellt Salzer fest. (mm)

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