//
18.05.2018 - Ausgabe Nr. 1486

Heimische Metallindustrie ist wieder im Aufwind



Eine robuste Geschäftsentwicklung meldet die Metalltechnische Industrie. „Nach einem guten Jahr 2017 sind unsere Mitgliedsbetrieben auch für 2018 sehr gut gestimmt“, teilte Christian Knill, Obmann des Fachverbandes Metalltechnische Industrie in der Wirtschaftskammer, dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. Die gesamte Branche besteht in Österreich aus mehr als 1.200 Betrieben, die mit mehr als 130.000 Mitarbeitern im Jahr 2017 einen Produktionswert von 37,1 Milliarden Euro erzielt haben, was eine Zunahme um 4,4 Prozent war.

Von diesem Aufschwung profitieren in Niederösterreich 324 Industriebetriebe. Diese erzielten im Vorjahr mit 26.303 Beschäftigten eine Umsatzsteigerung um vier Prozent auf 7,02 Milliarden Euro. Die Zahl der in Ausbildung stehenden Lehrlinge beläuft sich auf 848. Big Player dieses Industriezweiges sind in Niederösterreich Benda-Lutz, Berndorf, Hirtenberger, KBA-Mödling, Leobersdorfer Maschinenfabrik, Schoeller-Bleckmann Oilfield, voestalpine und Welser Profile.

„Positiv hat sich auch das Exportplus von 6,9 Prozent auf 33,2 Milliarden Euro und auf eine Exportquote von knapp 81 Prozent ausgewirkt. So wird die Metalltechnische Industrie ihrem Ruf als Jobmotor und Rückgrat der heimischen Industrie mehr als gerecht“, betont Knill.

Als Wermutstropfen nennt er den Facharbeitermangel. Obwohl die Metalltechnische Industrie 60 Prozent aller heimischen Metalltechniker ausbilde, reiche das nicht. Als Grund dafür sieht der Fachverbandsobmann nicht nur mangelndes Interesse an diesen Berufen, sondern auch das Problem, junge Menschen zu finden, die entsprechende Grundkenntnisse aus der Schule mitbringen. Knill möchte auch weiterhin Mädchen Mut machen, einen Beruf in diesem Industriezweig zu erlernen oder zu ergreifen, „da leider noch immer die Frauenquote so gut wie kaum vorhanden ist.“

Von der neuen Bundesregierung wünscht sich Knill ein rascheres Umsetzen jener Punkte im Regierungsprogramm, die den heimischen Wirtschaftsstandort stärken. Hier sei keine Zeit zu verlieren, um weiterhin vom Aufwärtsschwung profitieren zu können. (hm)

www.metalltechnischeindustrie.at

Artikel teilen:

© 2019 - www.wirtschaftspressedienst.at
Donau Media Wirtschaftsverlag 1984 GmbH | Bahnstraße 6 | 2104 Spillern