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15.06.2018 - Ausgabe Nr. 1490

Riz up GENIUS-Preise: Zwischen Öko-Fußballrasen und Virtual Reality



Mehr als 20 preiswürdige Einreichungen sind im Rahmen der riz up GENIUS – Preisverleihung Anfang Juni im Schloss Thalheim bei St. Pölten vor den Vorhang gebeten worden. Den Rekord an Einreichungen für diesen Preis führt Petra Patzelt, Geschäftsführerin der riz up Gründeragentur, einmal mehr auf die Innovationskraft im Land zurück. 174 Projekte waren diesmal für den Ideen+Gründer-Preis eingereicht worden und 86 Projekte für den Jugendpreis.

„Der Standort Niederösterreich lebt von der Kreativität unserer Unternehmen und ihren neuen Geschäftsideen. Sie sind die Motoren, die uns voranbringen“, stellte Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav bei der nun bereits 17. GENIUS-Preisverleihung fest. Nicht zuletzt deshalb sei Niederösterreich im Vorjahr als „beste Unternehmer-Region Europas“ ausgezeichnet worden. Man wolle sich weiterhin bemühen, „die Gründer und Unternehmer in allen Phasen zu unterstützen, von der Idee bis zu deren Umsetzung.“ Wie mehrere Preisträger aus dem Vorjahr betonten, sei der Preis eine wertvolle Hilfe, weil er einem jungen Unternehmen erhöhte Aufmerksamkeit einbringe.

Der 1. Preis 2018 in der Kategorie „Start-Ups“ ging an die „nxtbox“ von Paul Bruckberger & Team (nxtbox.com). Die nxtbox ist eine Industrie 4.0 Plug&Use-Lösung für Klein und Mittelbetriebe, die Smart Manufactoring ermöglicht, indem sie Daten zur Produktionsoptimierung nutzt. Der Schritt ins Silicon Valley ist in Vorbereitung. Auf Platz 2 landete TiPY von Matthaeus Drory, eine Tastatur für eine Hand, Platz 3 belegte die Vermittlungsplattform für Events – www.eintollesfest.at

Den Jugendpreis in dieser Kategorie holten sich die HTL Waidhofen/Ybbs mit einer Aufwickelvorrichtung für Sicherheitsnetze an Schipisten sowie die HAK Amstetten mit dem solarbetriebenen SUN Pen, einem Stift, den man auch zum Aufladen von elektronischen Geräten nutzen kann.

In der Kategorie „Geniale UnternehmerInnen“ war der Teichrandbaustein CaPoFix (www.teichoase.at) das Sieger-Projekt. Platz 2 ging an www.gartenleben.at für die „Ökologische Sportplatzpflege“, auf Platz 3 landete Bernhard Wagner mit seiner Wiederbelebung der Uhrenproduktion im Waldviertel - „Die Rückkehr der Horologen“ (www.uhrmacherkunst.at).

Dazu wurden auch drei Jugendpreise vergeben, Die HTL St. Pölten holte sich den Sieg mit dem Projekt NC-gesteuerte Schneid- und Bearbeitungszelle für Dickbleche. Die BHAK/HAS Mistelbach schickte ihr Projekt „Running Brettljaus´n“ ins Rennen und schnappte sich Platz 2. Den neuen Weg für Heurigenlokale kann man bereits in einem Heurigenlokal im Nonseum-Dorf Herrenbaumgarten erleben. Das Projekt „Krebs im Fokus“ der BHAK/BHAS Waidhofen/Ybbs erhielt einen Sonderpreis.

Bei den Forschern und Entwicklern reihte die Jury die revolutionäre Wasseraufbereitung per Implosion von Robert Aflenzer & Christian Zeiner (ZARC-tec) auf den 1. Platz. Die Strom- und Spannungs-Sensoren von www.greenwood-power.at wurden mit Platz 2 gewürdigt, und ein Team der Donau Uni Krems um Harald Steiner hat einen Sensor zur Messung der magnetischen Feldstärke entwickelt, dessen geringe Größe einen mobilen Einsatz möglich macht (Platz 3).

Die entsprechenden Jugend-Preise in dieser Kategorie: Dominik Ballwein und Samuel Lehner von der HTL Waidhofen/Ybbs haben eine mitwachsende Armprothese für die 3-jährige Lena entwickelt (Platz 1). Das Mixed Reality Information System aus der HTL Hollabrunn belegte Platz 2. Den Sonderpreis holten sich junge Haar-Spezialistinnen von der LBS St. Pölten. Ihr Projekt: Ökologische und nachhaltige Haarpflegeprodukte, die in recyclebaren Flaschen abgegeben werden können.

Personalisierte Medizin ist der Kern des Sieger-Projekts in der Kategorie „Genial digital“. www.permedio.at  ist ein Online-Service zur Überprüfung der individuellen Wirksamkeit von Medikamenten, verbunden mit der Warnmöglichkeit vor unerwünschten Nebenwirkungen.

Platz 2 wurde zweimal vergeben. An www.hypesthive.com, eine Online-Plattform, die Partnerschaften zwischen Brands und Influencern aus dem Gaming-Bereich vereinfacht. Sowie an „door2vr“, ein Virtual Reality-Projekt, das beispielsweise im Maschinen- und Anlagenbau zu Schulungs- und Wartungszwecken einsetzbar ist (www.door2solution.at).

Die siegreichen digitalen Schüler-Projekte sind eine E-Learning-Plattform für den Umgang mit modernen Technologien speziell für Personen höheren Alters von der BHAK Wiener Neustadt sowie NERVE aus der BHAK/BHAS Waidhofen/Ybbs, womit Unterrichtssequenzen individuell via mobiler App oder im Internet erneut abgerufen werden können. (rz)

www.riz-up.at/genius/ideenpreis

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