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15.06.2018 - Ausgabe Nr. 1490

Speiseöle aus Klosterneuburg begeistern Spitzenköche in ganz Europa



Seit 2003 entwickelt und verkauft Franz Hartl in seinem Geschäft am Stadtplatz Nummer 15 in Klosterneuburg hochwertige Speiseöle. Zu seinen Kunden zählen neben Gourmets auch schon nationale und internationale Spitzenköche. Mittlerweile sind es 18 verschiedene Öle, die in renommierten heimischen und europäischen Restaurants zum Einsatz kommen.

Begonnen hatte alles Anfang der 1990er Jahre. Da hat der gebürtige Oberösterreicher, der nach absolvierter Tourismusschule in Bad Ischl einige Jahre in der Branche arbeitete, anschließend Kommunikationswissenschaften und Geschichte studierte und auch in der Kommunikationsbrache tätig war, ein Wochenende im Waldviertel bei einem Strategie-Meeting verbracht. „Dort habe ich nicht nur die wunderschönen Mohnfelder gesehen, sondern auch Graumohn-, Weißmohn- und Blaumohn-Öle kennengelernt. Das hat mich so beeindruckt, dass ich mich in den folgenden Jahren immer wieder umgesehen habe, welche Öle ich noch entdecken könnte“, berichtet der heute 54-jährige Wahl-Klosterneuburger dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Der ihn immer neugieriger machende Lernprozess habe schließlich in die Auseinandersetzung mit naturbelassenen Ölen gemündet, als „bodenständige wie sinnliche Erfahrung erdverbundener Arbeit und kulinarischer Erlebnisvielfalt.“

Schließlich ging Franz Hartl eine Partnerschaft mit zwei Ölproduzenten ein – der Stöger GmbH aus Neuruppersdorf im Weinviertel sowie der Ölmühle Hartlieb im steirischen Heimschuh –, um gemeinsam neue Öle zu entwickeln und auch zu produzieren. Dazu machte sich der Kommunikationswissenschaftler vor 15 Jahren selbständig. Die Rohstoffe, wie etwa Hanf, Mohn, Sonnenblume und Leinsamen, bezieht Hartl aus Niederösterreich, Kürbiskern und Traubenkern aus der Steiermark.

„Ansonsten bemühe ich mich, besondere von der EU geografisch geschützte Spezialitäten zu verwenden, wie etwa Piemonteser Haselnüsse oder Erdmandeln aus der Region Valencia. Allerdings sind Rohstoffe, wie Erdbeer-, Weichsel- oder Tomatenkerne nur von ausgesuchten Partnern in der EU erhältlich“, sagt Hartl So erzeugt er unter dem Namen „Hartls feinste Essenzen“ Spezialitäten wie Bio-Macadamianussöl, Pistazienöl, Bio-Marillenkernöl oder Chillikernöl.

Vertrieben werden die derzeit 18 verschiedenen Öle über den eigenen Webshop sowie im Geschäft in Klosterneuburg. Erhältlich sind sie aber auch in der Vinothek des Stiftes Klosterneuburg, im Langenloiser Loisium, im Geschäft von Hellerschmid in Krems, bei Thorsten Busch in Spitz, im Spezialitätenladen im Dürnsteinerhof, in den Spezialitätenshops der Eurospar-Märkte in Retz und Eggenburg sowie im Naturladen von Frau Grauhofer in Waidhofen an der Thaya. In Wien ist er vertreten im Meinl am Graben, im Cuisinarum in der Singerstraße, bei Haas&Haas am Stephansplatz, am Karmelitermarkt bei Isabel Kaas, am Naschmarkt sowie bei Sussitz im 2. Bezirk.

„Ich bin sehr stolz darauf, dass einige der besten Köche Österreichs unsere Produkte verwenden“, gesteht Franz Hartl. So zählt er Heinz Reitbauer vom Steirereck, Paul Ivic vom TIAN, Markus Mraz von Mraz & Sohn sowie Helmut und Philip Rachinger vom Mühltalhof zu seinen Kunden. Aber auch internationale Spitzenköche schätzen Hartls Öle. „Gerade hat das Restaurant Barr in Kopenhagen bei uns bestellt, das ist das vormalige NOMA, das über viele Jahre als bestes Restaurant der Welt geführt worden ist“, informiert Hartl. Auch im De Librije in Zwolle, das als erstes Restaurant in den Niederlanden gilt, sowie im Strandresort & Spa Sylt-Westerland und im Hotel Castel in Meran kocht man mit seinen Ölen.

Ausruhen möchte sich Franz Hartl auf seinen Lorbeeren jedenfalls nicht: „Das nächste Öl wird ziemlich sicher heimisch-fruchtig. Die Blüte der Buchen im Wienerwald sieht heuer nach Bucheckernöl im Herbst aus.“ (dsh)

www.hartls-oele.at

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