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15.06.2018 - Ausgabe Nr. 1490

Wiener Städtische erklimmt in NÖ bei der Pflegeversicherung die Spitze



Die im letzten Jahr wütenden Unwetter mit Starkregen, Hagel und orkanartigen Windböen haben auch in Niederösterreich enormen Schaden angerichtet. Dieser erhöhte den Aufwand der Wiener Städtischen Versicherung im Vergleich zum Jahr 2015 um 165 Prozent auf fast 13 Millionen Euro.

Aufgrund geburtenschwacher Jahrgänge mit weniger Menschen, die das System finanzieren können, und wegen der Abschaffung des Pflegeregresses erwächst der Versicherungswirtschaft ein neues Problemfeld. „Noch ist nicht festgelegt, wer letztlich diese zusätzlich hohen Kosten tragen wird“, sagte Wolfgang Lehner, Landesdirektor der Wiener Städtischen Versicherung, in seinem Rückblick auf das Geschäftsjahr 2017.

Jedenfalls zeichne sich ab, „dass es schwieriger werde, Pflegefälle in einem Heim zu versorgen.“ So wird es laut statistischer Vorausschau in Österreich im Jahr 2030 bis zu 800.000 Pflegegeldbezieher geben. Die Lücke zwischen Pension und Pflegekosten werde man deshalb aus heutiger Sicht nur auf dem Weg privater Vorsorge schließen können, meint Lehner.

In der Pflegeversicherung rückt die Wiener Städtische nach eigener Angabe nach der Fusion mit der s Versicherung mit 220 Millionen Prämienvolumen in Niederösterreich auf den 1. Marktrang. Dieser zeichne sich mit 451 Millionen Euro auch über sämtliche Versicherungssparten ab. (mü)

www.wienerstaedtische.at

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