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29.06.2018 - Ausgabe Nr. 1492

Römerstadt Carnuntum wird größer und peilt neuen Besucherrekord an



Die Römerstadt Carnuntum im Bezirk Bruck/Leitha, die 2017 die Rekordzahl von fast 187.000 Besuchern aus dem In- und Ausland verzeichnet hat, wächst weiter. Um die wirklichkeitsgetreue Darstellung eines römischen Stadtviertels zu vervollständigen, herrscht derzeit in Carnuntum ein Bauboom. Die Gewerbezone der Südstraße mit den Häusern eins bis drei wird wiedererrichtet und soll heuer im Herbst fertig gestellt sein. Bis 2021 soll die Rekonstruktion des kompletten Stadtteils mit Markthalle abgeschlossen sein.

Auch heuer ist das Ausflugsziel Carnuntum touristisch wieder gut unterwegs. Im ersten Halbjahr haben bereits rund 102.000 Personen die Römerstadt besucht. Für Markus Wachter, Geschäftsführer der Archäologische Kulturpark Niederösterreich Betriebsgesellschaft m.b.H., eine Bestätigung, dass diese Art der Vermittlung der römischen Kultur auf breites Interesse stößt.

„Wichtig ist uns, die Besucher zu animieren, dass sie öfter nach Carnuntum kommen. Dazu gehört auch, dass wir immer wieder Neuigkeiten bieten müssen. Entweder in der Kulturvermittlung oder mit Gebäuden“, betont Wachter im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst und teilt mit, dass die neue Carnuntum-App, wo die Römerstadt virtuell am Smartphone oder Tablet wiederaufersteht, sehr gut angenommen wird.

Ein Publikumsmagnet ist wieder das Römerfest im Juni mit 15.000 Besuchern und 220 Darstellern gewesen. Zum Spätantikenfestival im August werden mehr als 150 Reenactores aus ganz Europa erwartet. Für zusätzlichen Umsatz sorgt die Gladiatorentruppe, die „Familia Gladiatoria Carnuntina“, die für Feste und Feiern gut gebucht ist.

Der Archäologische Kulturpark Niederösterreich setzt sich aus der Römerstadt Carnuntum in Petronell sowie dem Carnuntinum und dem Amphitheater Militärstadt in Bad Deutsch-Altenburg zusammen. Ein Viertel der Besucher sind Schulen und drei Viertel Individualbesucher. Von diesen kommen 70 Prozent aus Österreich, zehn Prozent aus der Slowakei und 20 Prozent aus 70 anderen Nationen. Mit 18 Mitarbeitern und 60 Kulturvermittlern wird ein jährlicher Umsatz von etwas mehr als eine Million Euro erwirtschaftet. (hm)

www.carnuntum.at

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