6.07.2018 - Ausgabe Nr. 1493

Behindertenverein errichtet in Stockerau Zubau statt Neubau



Laut Bedarfsplan der NÖ Landesregierung sind bis zum Jahr 2025 allein im Weinviertel 168 neue Wohnplätze für die Behindertenhilfe erforderlich. Der Großteil wird für die Personengruppe 65+ benötigt. Zudem ist, laut einer UN-Konvention, die freie Wahl des Wohnortes für selbstbestimmtes Wohnen der Schwerstbehinderten sicherzustellen.

Der Direktor der Behindertenhilfe Korneuburg Johannes Hofer sieht daher die gesamte Behindertenhilfe vor große Probleme gestellt. Die Schwierigkeit bestehe darin, dass ältere Bewohner in Pension gehen dürfen und daher Wohnbetreuung brauchen. „Mit den neuen Wohnplätzen im kürzlich genehmigten Zubau zum bestehenden Wohnhaus in Stockerau erfolgt ein Lückenschluss in der Versorgung von Menschen mit Beeinträchtigung bis zum Lebensabend“, sagt Hofer im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Ursprünglich hatte der Behindertenverein einen Neubau vorgesehen.

Der 295 Quadratmeter große eingeschossige Zubau soll sechs schwerstbehinderten Personen Wohnraum bieten. Dafür ist die Errichtung von sechs Zimmern, einem Kurzzeit-Zimmer, einem Gemeinschaftsraum mit Küche, einem Pflegebad, einer Garderobe und einem Dienstzimmer mit Dusche und WC geplant. Das Gebäude wird in Massivziegelbauweise mit einem Flachdach ausgeführt. Der Zugang erfolgt von der Theodor Stefsky-Gasse. Geplanter Baubeginn ist im Frühjahr 2019. Einen Baukostenzuschuss zu den mit rund 800.000 Euro geschätzten Kosten hat die NÖ Landesregierung zugesagt. (km)

www.behindertenhilfe.at

Artikel teilen:

© 2018 - www.wirtschaftspressedienst.at
Donau Media Wirtschaftsverlag 1984 GmbH | Bahnstraße 6 | 2104 Spillern