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17.08.2018 - Ausgabe Nr. 1498

Über den Semmering fahren werktags nur noch drei Nahverkehrszüge



Zurzeit fahren auf der Südbahnstrecke über den Semmering zwischen den Bahnhöfen Payerbach-Reichenau in Niederösterreich und Spital am Semmering in der Steiermark an Werktagen lediglich drei Züge in jede Richtung. Bei diesem Angebot wird es auch bleiben, wie Verkehrsminister Norbert Hofer in Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage des Abgeordneten Jörg Leichtfried von der SPÖ mitteilt. „Da die Bahnhöfe entlang der Semmeringstrecke trassierungstechnisch nicht unbedingt immer direkt in den Ortszentren liegen und die Fahrzeiten über den Semmering derzeit im Vergleich zur Straße relativ lang sind, ist die Nachfrage nach Schienenpersonenverkehrsdiensten demgemäß hier eher schwach ausgeprägt“, führt Hofer aus.

Der Minister weist auch darauf hin, dass die Pendlerströme aus Spital am Semmering weniger nach Payerbach-Reichenau, sondern vielmehr in die größeren Zentren Richtung Graz bzw. Wien ausgerichtet sind. „Hier gibt es, zumindest in den Hauptverkehrszeiten - teilweise in Kombination aus Bus- und Zugfahrt - stündlich Verbindungen von bzw. nach Spital am Semmering“, so der Ressortchef. Das Grundangebot des Bundes auf der Semmeringstrecke habe sich im Vergleich zum Angebot der vergangenen Legislaturperioden nicht geändert.

Tatsächlich war das Angebot der ÖBB im Nahverkehr über den Semmeringpass schon einmal weit üppiger als heute. Im Jahr 2011 fuhren zwischen dem steirischen Mürzzuschlag und dem Bahnhof Payerbach-Reichenau noch pro Tag und Richtung 15 Züge mit je 184 Sitzplätzen. Weil die Züge aber nur von durchschnittlich 25 Personen besetzt waren, hat man den Sparstift angesetzt und ab 2012 zahlreiche Verbindungen gestrichen. (mm)

www.bmvit.gv.at

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