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24.08.2018 - Ausgabe Nr. 1499

Hauptsaison des Papierfachhandels beginnt mit Schulbeginn



In wenigen Tagen ist Schulbeginn. Das ist die Jahreszeit, in der Papierfachgeschäfte einen großen Teil ihres Umsatzes machen. Ein Drittel des österreichweiten Gesamtumsatzes in der Höhe von 600 Millionen Euro betrifft den Schulunterricht und wird zum Großteil zu Schulbeginn gemacht. Im Detail macht ein Einkauf zu Schulbeginn in Niederösterreich im Durchschnitt 226 Euro aus. Darin enthalten sind alle Ausgaben für den Schulstart, wie Kleidung, technische Produkte, etwa Laptops, und auch Süßigkeiten. In Summe werden damit Produkte für rund 50 Millionen Euro gekauft. „Rund die Hälfte davon wird für Hefte, Stifte, Schultaschen und dergleichen ausgegeben – also für jene Produkte, die im Papierfachhandel zu finden sind“, sagt Andreas Auer, Obmann des Landesgremiums des Papier- und Spielwarenhandels in der Wirtschaftskammer Niederösterreich.

Das Angebot der rund 120 niederösterreichischen Papierfachgeschäfte umfasst etwa 40.000 Artikel der verschiedensten Preisklassen. „Vor allem im Waldviertel und auch im nördlichen Weinviertel gibt es genug Papierfachhändler, die zugleich Buchhändler sind und somit umfassend den Erfordernissen der Schulen vor Ort, aber auch den Ansprüchen der Eltern und Schüler gerecht werden können“, erklärt Auer, der auch die fachgerechte Beratung hervorhebt, die den Fachhandel auszeichne. „Vor allem in Städten wie Schrems oder Gmünd sind unsere Mitglieder oft die einzigen Ansprechpartner für Schulen und Eltern“, sagt er. Anders sei dies rund um Wien, wo der Papierfachhandel vor allem dort präsent sei, wo es - wie etwa in Mödling - ein umfangreiches Angebot an Schulen gäbe.

Mit einer Umfrage unter den Mitgliedern des Papier- und Spielwarenhandels hat der Gremialobmann feststellen lassen, was besonders gewünscht sei. Während Eltern beispielsweise bei der Schultasche auf die Ergonomie achten, steht bei den Kindern das Motiv im Vordergrund. „Heuer besonders wichtig sind die Minions auf sämtlichen Schulsachen, aber auch Einhörner oder wieder Cars“, berichtet Auer. Ein Fachhändler sollte aber auch Schulsachen mit klassischen Motiven im Sortiment haben. Gemeint sind Fußball- und Automotive für Buben sowie Schmetterlinge, Pferde und Katzen, die von Mädchen gewünscht werden. „Zunehmend sind es aber bestimmte Fußballvereine, die auf dem Federpenal sein sollen“, sagt der Experte.

Und noch etwas hält er fest: „Auch wenn ich das schon seit Jahren sage, so gilt es glücklicherweise noch immer. Der Papierfachhandel ist im Geschäft mit Schulsachen vom Onlinehandel nicht betroffen. Da reden wir von 1,1 Millionen Schülern bis 19 Jahren in ganz Österreich, die bei uns auch ihre Zirkel, Stifte, Collegeblöcke und vieles mehr einkaufen.“ (jm)

http://www.wko.at/noe/papierhandel

http://www.schuleinkauf.at

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