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31.08.2018 - Ausgabe Nr. 1500

Schinkenspezialität aus dem Schneebergland erobert Feinschmeckerherzen



Innovativ sein und Marktnischen entdecken sind verlässliche Grundlagen für den Erfolg eines Unternehmers. So auch für Bertram Roysky und Johann Puchegger. Schon lange Freunde haben die beiden, der Fleischer und der Gastwirt aus dem Schneebergland, bei einem gemütlichen Abend beschlossen, die alte Räucherkammer im Gasthaus Restaurant Puchegger Wirt in Winzendorf zu reaktivieren.

Der erste Versuch, Schinken zu erzeugen, erfolgte im April 2014. Der Verkauf des Emmerberger Rauchschinkens startete im Februar darauf. Seither gibt es diese Schinkenspezialität in vielen heimischen Gastronomiebetrieben, Haubenlokalen, Hotels und ausgewählten Delikatessenläden. Etwa im Merkur am Hohen Markt in Wien, im Billa Corso Pöhl am Wiener Naschmarkt sowie beim Heurigen Mayer am Pfarrplatz in Wien. Seinen Namen hat dieser Schinken von der Burgruine Emmerberg bezogen, weil dort den beiden Herren diese Geschäftsidee eingefallen ist.

Die Rohware für ihre Schinkenspezialität beziehen Roysky und Puchegger aus Niederösterreich und der Steiermark. „Der Schinken wird nach alter Tradition hergestellt, ist besonders mild und zergeht auf der Zunge“, erklärt Bertram Roysky dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Der Emmerberger Rauchschinken wird mit Salz und verschiedenen Gewürzen, wie Koriander oder Wacholder, vorsichtig eingerieben und hat anschließend drei Wochen zu rasten. Danach folgt die zirka einwöchige Kalträucherung bei maximal 30 Grad über Buchen-Sägespänen in der 125 Jahre alten Räucherkammer. Anschließend reift der Schinken vier Monate, damit er seinen vollen Geschmack entfalten kann.

Um ihren Schinken auch Feinspitzen schmackhaft zu machen, teilen sich die beiden innovativen Köpfe die Arbeit auf. Johann Puchegger ist für Marketing zuständig, Bertram Roysky für Produktion und Kundenbetreuung. „Wir denken, dass es in der heutigen Zeit wichtiger denn je ist, regionale Produkte zu entwickeln und damit auch die Wertschätzung unserer Landwirte sichtbar zu machen.“

Dennoch sei die Arbeit nicht immer leicht. „Vor allem Produkte und Billigimporte aus der Massentierhaltung machen unserer Branche zu schaffen“, betonen die beiden. Roysky und Puchegger wissen, dass sie nur mit Qualität punkten können. „Wir würden uns wünschen, dass die Konsumenten noch mehr als bisher kleine Fleischerbetriebe unterstützen, die Tiere aus der nahen Umgebung beziehen und verarbeiten.“ (dsh)

www.emmerberger.at

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