//
31.08.2018 - Ausgabe Nr. 1500

Österreichs älteste Forellenzucht liefert an der Traisen das ganze Jahr



Ob Regenbogenforelle oder Lachsforelle, Elsässersaibling, Seesaibling, Bachforelle, Seeforelle, Stör, Karpfen, Schleie, Wels, Zander und Hecht – die Fischzucht Haimel in Traismauer hat für jeden Geschmack den richtigen Fisch parat.

„Laut Aufzeichnungen ist unsere Fischzucht die älteste Forellenzucht Österreichs“, teilt Johann Haimel als Eigentümer dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. Gegründet wurde der Betrieb um 1850 vom Gutsbesitzer Freiherr von Geymüller. „Ich und meine Frau Monika haben das Unternehmen von der Familie Hartwiger-Neuhold im Jahr 1985 gepachtet, die Fischzucht neu begonnen und schließlich 2004 den Betrieb gekauft“, so Haimel.

Da beide mittlerweile im Ruhestand sind, hat die Tochter Ilona Wagner-Karl den Betrieb gepachtet und die Geschäftsführung übernommen. Die rund fünf Hektar große Wasserfläche wird vom frischem Grundwasser der Traisen gespeist, die hier an die Oberfläche tritt. „Wir haben eine echte Naturanlage, weil die Fische in natürlichen Wasserläufen gehalten und gezüchtet werden können, und das das ganze Jahr über“, so Johann Haimel.

Erstehen kann man die frischen oder geräucherten Fische im Ganzen oder als Filet direkt ab Hof an drei Vormittagen in der Woche sowie bei ausgesuchten Partnerbetrieben in Tulln, Klosterneuburg, Sachsendorf, Hollabrunn, Retz, Stockerau und Korneuburg bzw. auf den Wochenmärkten in Melk und in St. Pölten. Beliefert werden zudem zahlreiche Haubenlokale, Top-Restaurants, Landgasthöfe und Heurigenlokale von der Wachau bis Wien Umgebung sowie Fischereivereine mit Besatzfischen.

„Für die Gastronomie ist es wichtig, dass wir die gesamte Produktpalette größtenteils das ganze Jahr über liefern können ist“, erklärt Haimel. „Denn regionale Produkte sind zunehmend begehrt.“ Deshalb bietet die Firma jeden Freitagabend frisch geräucherte Forellen, Saiblinge und Lachsforellen an. Diese Köstlichkeiten können gleich vor Ort konsumiert oder zum Verzehr daheim mitgenommen werden.

Schwierigkeiten bereiten der Fischzuchtbranche laut Johann Haimel die Behörden in Sachen Wasserrecht und „ausufernde Bürokratie mit steigenden Kosten, die uns zu schaffen machen.“ Außerdem sei es nicht einfach, Personal mit entsprechender Praxis und der richtigen Einstellung zur erforderlichen Arbeit zu finden. Und auch das Extremwetter sorgt für Kopfzerbrechen. „Unsere Anlage liegt größtenteils unter einem Blätterdach von alten Bäumen“, sagt Haimel. „Die Wassertemperatur beträgt im Sommer maximal 14 Grad und im Winter 10 Grad Celsius. Bei längerer Trockenheit im Traisental wird bei uns die Schüttung der Quellen weniger. Das müssen wir dann mit mechanischer Belüftung ausgleichen.“ (dsh)

www.fischzucht-haimel.jimdo.com

Artikel teilen:

© 2019 - www.wirtschaftspressedienst.at
Donau Media Wirtschaftsverlag 1984 GmbH | Bahnstraße 6 | 2104 Spillern