//
31.08.2018 - Ausgabe Nr. 1500

NÖ Industrie hat volle Auftragsbücher, Fachkräfte aber fehlen



Niederösterreichs Industrieunternehmen freuen sich über prall gefüllte Auftragsbücher, die Suche nach geeigneten Facharbeitern erweist sich jedoch als äußerst mühsam. Das geht aus der jüngsten Konjunkturumfrage hervor, die das Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) im Auftrag der Sparte Industrie der NÖ Wirtschaftskammer durchgeführt hat. Befragt wurden fast 60 Betriebe mit in Summe 18.600 Beschäftigten.

Demnach geben 86 Prozent der Industrieunternehmen an, mit dem Auftragsstand zufrieden zu sein, die derzeitige Auftragslage wird mit „sehr gut“ bewertet. „In den letzten drei Monaten ist die Produktion überdurchschnittlich stark gestiegen“, erklärt Thomas Salzer, Spartenobmann Industrie in der NÖ Wirtschaftskammer und Präsident der NÖ Industriellenvereinigung. Fast ein Drittel (31 Prozent) der Betriebe hat seine Produktion ausgeweitet, lediglich acht Prozent verzeichneten einen Rückgang.

Optimistisch blicken die produzierenden Unternehmen auch in die nahe Zukunft. 26 Prozent meinen, dass die Produktion in den kommenden Monaten anwachsen wird, nur sechs Prozent rechnen mit einem Minus. Ein Viertel der Betriebe plant, zusätzliches Personal einzustellen.

Massive Probleme hat die Industrie mit dem Fachkräftemangel. Nur mehr knapp über die Hälfte (57 Prozent) der Unternehmen kann ohne Schwierigkeiten produzieren – das ist der geringste Wert seit dem Krisenjahr 2009. „Der Facharbeitermangel darf die positive Entwicklung nicht zerstören“, warnt Salzer. Entscheidend sei, der Lehre ein besseres Image zu geben und die berufliche Weiterbildung zu forcieren. (mm)

www.noeindustrie.at

www.wifo.ac.at

Artikel teilen:

© 2019 - www.wirtschaftspressedienst.at
Donau Media Wirtschaftsverlag 1984 GmbH | Bahnstraße 6 | 2104 Spillern