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7.09.2018 - Ausgabe Nr. 1501

Ausgaben für Mindestsicherung und Zahl der Bezieher gehen zurück



In keinem anderen Bundesland ist im Jahr 2017 die Zahl der Bezieher einer Mindestsicherung so stark zurückgegangen wie in Niederösterreich. Während 2016 noch fast 30.600 Personen den Anspruch auf Mindestsicherung hatten, sind es im Vorjahr nur mehr 28.800 gewesen. Das sind um fast 1.800 Personen oder 5,8 Prozent weniger. Bundesweit hingegen hat es einen leichten Anstieg um 0,1 Prozent gegeben, weil vor allem in Wien die Zahl der Sozialhilfe-Empfänger weiter wächst.

Wie der NÖ Wirtschaftspressedienst einer aktuellen Studie der Statistik Austria über die Kostenentwicklung der Mindestsicherung in Niederösterreich entnimmt, sind 2017 auch zur Auszahlung der Sozialhilfe geringere Beträge aufgewendet worden. Hatten die Ausgaben für die Mindestsicherung im Jahr 2016 mehr als 73 Millionen Euro ausgemacht, waren es 2017 nur noch rund 67 Millionen. Das ist ein Rückgang um sechs Millionen Euro oder 8,2 Prozent.

Anspruch auf Mindestsicherung haben Menschen, die zu einem dauernden Aufenthalt in Österreich berechtigt sind und die ihre Existenz (Lebensunterhalt, Wohnen, Schutz im Krankheitsfall) durch eigenes Einkommen bzw. vorrangig bezogene Sozialleistungen (z.B. Arbeitslosengeld) nicht oder nicht ausreichend sichern können. Bundesweit sind die Ausgaben für die Mindestsicherung im Vorjahr bei 977 Millionen Euro gelegen und damit um 53 Millionen oder 5,8 Prozent über dem Niveau von 2016. (mm)

http://www.statistik.at

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