//
9.11.2018 - Ausgabe Nr. 1510

Wirtschaftskammer-Bezirksstelle Amstetten ist für 2019 optimistisch



Auch im Bezirk Amstetten ist zurzeit der Fachkräftemangel das drückendste Problem der Wirtschaft, stellt Reinhard Mösl, Obmann der Wirtschaftskammer Amstetten, gegenüber dem NÖ Wirtschaftspressedienst fest. „Daher fordern wir auch eine rasche Änderung der Arbeitsmarktpolitik“, sagt er. „Dabei geht es um die Erhöhung der Flexibilität, aber auch der Mobilität der Arbeitsuchenden. Da es ein starkes Ost-West-Gefälle gibt, sind Anreize und Unterstützungen erforderlich, um Arbeitsuchende aus dem Osten für offene Arbeitsplätze im Westen zu motivieren. Bevor der Zuzug von Arbeitskräften aus dem EU-Ausland forciert wird, gilt es zuerst, den regionalen nationalen Markt zu optimieren.“

Zurzeit gibt es im Bezirk Amstetten 7.489 aktive Betriebsstandorte, wo 33.747 Mitarbeiter beschäftigt und in 506 Lehrbetrieben 1.703 Lehrlinge ausgebildet werden. Obwohl die Stimmung der Unternehmer im Bezirk grundsätzlich positiv sei, werden Änderungen der Rahmenbedingungen als notwendig angesehen. „Ich denke da an Erleichterungen der Finanzierung von Investitionen für Jungunternehmer oder an eine steuerliche Vereinfachung in Form von Pauschalierungen im Gastgewerbe“, betont Mösl.

Denn gerade die Gastronomie kämpfe an mehreren Fronten. Er nennt den Personalmangel, die geringe Ertragskraft und daraus das Nachfolgeproblem in klassischen Gasthäusern. „Eines muss einmal deutlich gesagt werden“, so Reinhard Mösl: „Eine funktionierende Gastronomie ist unerlässlich für jeden Ort. Sie muss daher aktiv unterstützt werden. Denn stirbt das Wirtshaus, stirbt auch der Ort!“

Zudem wünscht sich der Amstettner WKO-Obmann von der neuen Bundesregierung „eine konsequente Abarbeitung des Regierungsprogramms, so wie im letzten Jahr angekündigt und auch bereits zu einem guten Teil umgesetzt.“ Sein Ausblick auf 2019? „Die Aussichten sind weiterhin positiv. Es ist zwar ein Rückgang der wirtschaftlichen Entwicklung und der Umsatzprognosen zu erwarten, jedoch wird dies in einem eher geringen Ausmaß passieren. Da ich mit keinem einbruchsartigen Rückgang wie 2008 rechne, bin ich für das Wirtschaftsjahr 2019 grundsätzlich positiv gestimmt.“ (dsh)

http://wko.at/noe/amstetten

Artikel teilen:

© 2019 - www.wirtschaftspressedienst.at
Donau Media Wirtschaftsverlag 1984 GmbH | Bahnstraße 6 | 2104 Spillern