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16.11.2018 - Ausgabe Nr. 1511

Korneuburger AMS-Projekte für Langzeitarbeitslose laufen weiter



Im Bezirk Korneuburg gibt es zwei Beispiele erfolgreicher Arbeitsmarktservice-(AMS)-Projekte für Langzeitarbeitslose. Dabei handelt es sich um das seit 30 Jahren bestehende Forstprojekt in Stockerau und um die zehn Jahre jüngere „Alte Schmiede“ in Korneuburg. Wegen der laufenden Diskussionen über bevorstehende Sparmaßnahmen bangen die Betroffenen um den Weiterbestand dieser Projekte. Wie aber AMS-Geschäftsstellenleiter Manfred Nowak dem NÖ Wirtschaftspressedienst mitteilt, ist deren Fortbestand gesichert. Die geplanten Sparmaßnahmen treffen hauptsächlich die Aufenthaltsdauer der Arbeitsuchenden.

Statt bisher einem Jahr dauert die Beschäftigungszeit jetzt durchschnittlich knapp fünf Monate. So fanden zum Beispiel bis 2015 nur 18 Arbeitswillige in einem Projekt Aufnahme, 2017 sind es bereits 36 gewesen. „Der Druck auf einen Arbeitsplatz wird immer stärker“, so Nowak. „Wir hoffen jedoch, trotz weniger Geld und mehr Personen die Qualität mit mehr persönlichem Einsatz halten zu können.“

Im Forstprojekt arbeiten derzeit fünf Führungskräfte und 14 Transitarbeiter mit verkürzter Verweildauer. Im Durchschnitt dauert die Arbeitszeit 4,5 Monate, nach Bedarf eines Langzeitarbeitslosen manchmal auch länger. Die Aufträge kommen großteils von Forstbetrieben und Gemeinden aus der Region. Für heuer gab es dafür vom AMS ein Budget von 500.000 Euro, im nächsten Jahr werden es nur noch 430.000 Euro sein.

Das Projekt „Alte Schmiede“ wird vom AMS und der Stadtgemeinde Korneuburg finanziert und gefördert. Die Aufträge der Gemeinde, meist Bau-, Garten- oder Büroarbeiten, erledigen fünf Schlüsselkräfte und 13 Transitarbeiter. Das heurige Budget in der Höhe von 635.000 Euro wird nach Aussage des Geschäftsstellenleiters auf rund 600.000 Euro reduziert.

Projektträger der „Alten Schmiede“ ist bisher die Stadt Korneuburg gewesen. Diese Aufgabe wird künftig einem eigenständigen Verein übertragen. Finanziert wird der neue Verein jedoch weiterhin von AMS und der Stadtgemeinde. Für Manfred Nowak ist die Umwidmung nur „eine rechtliche Änderung für mehr Eigenständigkeit, sonst bleibt alles wie es war.“ (km)

http://www.ams.at/noe

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