11.01.2019 - Ausgabe Nr. 1519

Hagenbrunner Spezialfirma baut Windpaneel mit großer Stromausbeute



Das Thema Umweltschutz wird bei der in Hagenbrunn im Bezirk Korneuburg ansässigen Firma Khu Sondermaschinenbau groß geschrieben. Derzeit entwickelt sie ein Windpaneel, das die herkömmlichen großen Windräder ergänzen soll. „Weil wir in der Flugzeugtechnik Windmaschinen und Wolkengeneratoren gebaut haben, konnten wir unser Know-how in Sachen Aerodynamik enorm erweitern. Daraus entstand die Idee, ein neuartiges Windpaneel in der Größe von 1,50 mal 2,00 Meter zu bauen“, berichtet Geschäftsführer Peter Khu dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

„Die neuen Paneele sind mit sinusförmigen Schaufeln ausgestattet, die zueinander in einem speziell bestimmten Verhältnis stehen. Damit sind sie in der Lage, Wind in jeder Situation in elektrischen Strom umzuwandeln“, sagt Khu. Nach optimistischer Schätzung werden die Windpaneele im Vergleich zu herkömmlichen Windrädern bei gleicher Fläche rund die doppelte bis dreifache Menge an elektrischer Energie erzeugen. Schon im Sommer sollen erste Tests im Windkanal durchgeführt werden.

Eine weitere Erfindung ist für die Kabelindustrie bestimmt. Das ist eine Kreuz-Abbindemaschine, die eine sehr geringe Zugkraft auf den Abbindefaden aufbringt und die Lichtwellenleiter-Elemente nicht quetscht. „Diese Weltneuheit stellen wir zusammen mit einer neuen Bearbeitung von Hochvolt-Kabeln, die bei Elektroautos zum Einsatz kommen, im Jahr 2020 auf der Leitmesse WIRE in Düsseldorf dem Fachpublikum vor“, kündigt Firmenchef Peter Khu an.

Neben der Erfindung neuer Projekte bilden den Schwerpunkt des Hagenbrunner Unternehmens das Entwickeln und Konstruieren von Sondermaschinen und Anlagen für fast alle Branchen, von der Automobilindustrie, Luftfahrt, Blech-, Seil- und Kabelproduktion bis zur Lebensmittelindustrie und zum Laborbedarf. Mit rund 30 Mitarbeitern erwirtschaftet die Firma einen jährlichen Umsatz von ca. vier Millionen Euro. Davon entfallen etwa 70 Prozent auf den Export nach Deutschland, Osteuropa und Südamerika. Als neue Exportländer stoßen Bosnien und Herzegowina dazu. (km)

http://www.khu.at

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