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18.01.2019 - Ausgabe Nr. 1520

Frächter mit geringer Erhöhung der Geschwindigkeit unzufrieden



Seit mehr als zehn Jahren fordert Franz Penner, Spartenobmann für Transport und Verkehr in der NÖ Wirtschaftskammer, die 60-km/h Nachtbegrenzung für Lkw abzuschaffen. Laut Pressemeldungen hat Verkehrsminister Hofer kürzlich die Abschaffung der 60er-Geschwindigkeitsbegrenzung auf Schnellstraßen und Autobahnen angekündigt. „Leider hat sich das Verkehrsministerium mit der gemeldetetn Erhöhung von 60 km/h auf 70 km/h für eine für die Verkehrswirtschaft nur bedingt sinnvolle Variante entschieden“, erklärt Franz Penner dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

Lang gehegter Wunsch der Lkw-Vertreter sei, die Straßenverkehrsordnung so zu ändern, dass Schwerfahrzeuge nicht nur am Tag, sondern auch in der Nacht 80 km/h schnell fahren dürfen. „Nur dort, wo es der Bevölkerung unzumutbar ist, soll die Geschwindigkeit auf 60 km/h gesenkt werden. Jede andere Variante führt nur zu einem unlogischen und teuren Schilderwald“, meint der Transportexperte.

Hintergrund für die Einführung der nächtlichen 60km/h-Beschränkung ist 1995 die Ausnahme lärmarmer Lastwagen vom allgemeinen Lkw-Nachtfahrverbot gewesen. Mittlerweile sind nach Aussage Penners alle modernen Nutzfahrzeuge lärmarm. „Damit ist der ursprüngliche Sinn des 60ers eigentlich hinfällig geworden“, sagt er. Außerdem sei die Lkw-Motorentechnologie inzwischen auf die Geschwindigkeit von 80 km/h optimal so ausgelegt, dass der Schadstoffausstoß am geringsten ausfällt, was auch das Umweltbundesamt bestätigt habe.

Die Vertreter der Wirtschaftskammer, für Niederösterreich Spartenobmann Penner und für den Bund Bundesparten-Obmann Alexander Klacska, wollen ihre Anliegen und Bedenken demnächst im Verkehrsministerium vorbringen. (km)

http://wko.at/noe/verkehr

http://www.penner.at

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