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18.01.2019 - Ausgabe Nr. 1520

„2.600 Betriebe mit 20.500 Mitarbeitern sorgen für den Wohlstand in unserer Region“



Die Neujahrsempfänge der Wirtschaftskammer sind zu einer Tradition geworden, nämlich zum Jahreswechsel als ein Ort, an dem man in der Rückschau als Erfahrungsgewinn Bilanz zieht und in der Vorausschau offenlegt, was man vorhat oder besser machen will. Diesen Trend bestätigte auch diesmal wieder der Neujahrsempfang der Wirtschaftskammer Korneuburg-Stockerau im Stadtsaal der Bezirkshauptstadt mit den Hauptreferaten des Bezirksstellenobmanns Peter Hopfeld und der Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl.

„Ein Schwerpunkt der Wirtschaftskammer-Funktionäre in diesem Jahr ist die Vorbereitung der Wirtschaftskammerwahlen 2020 mit einer speziellen Informationsoffensive“, teilte Bezirksstellenobmann Peter Hopfeld mit. Im persönlichen Kontakt mit den Betrieben wollen sie erkunden, wo es nach deren Meinung einen Verbesserungsbedarf gibt. In derselben Richtung ist auch das Weinviertler Business Forum unterwegs, das sich zum Ziel gesetzt hat, wirtschaftsrelevante Anliegen der Unternehmen aus der Region zu erörtern und das Wissen der Teilnehmer zu vernetzen.

Lob und Anerkennung spricht Hopfeld der Bundesregierung für deren Beschluss aus, die Prüfung aller lohnabhängigen Abgaben neu zu organisieren. Ab dem Jahr 2020 werden die Prüforgane der Finanzämter und Gebietskrankenkassen für die Lohnverrechnung in einer selbständigen Prüforganisation, dem Prüfdienst für lohnabhängige Abgaben und Beiträge (PLAB), im Finanzministerium zusammengefasst.

Einen Fortschritt sieht Peter Hopfeld auch im Bereich der Arbeitsinspektoren, Finanzämter und Sozialversicherung mit dem neuen Stilwandel Beraten statt Strafen. Und obwohl viele Anliegen der Kammermitglieder quer durch alle Berufe die gleichen sind, bewirkt doch die Vielfalt der in der Wirtschaftskammer vertretenen Branchen auch unterschiedliche Vorstellungen, was letztlich einen Interessenausgleich erfordert. „Diesen vorzubereiten und partnerschaftlich abzuschließen, zählt in der Wirtschaftskammer zu unseren wichtigsten Aufgaben“, erklärt Hopfeld. Und wo viele Punkte, wie etwa die Digitalisierung, die gleichen sind, bietet die Wirtschaftskammer ihren Mitgliedern Vorträge und Seminare an.

„2.600 arbeitgebende Betriebe mit 20.500 Mitarbeitern sorgen für den Wohlstand in unserer Region“, betont der Obmann der Wirtschaftskammer-Bezirksstelle Korneuburg-Stockerau. Um die Mobilität in der Region zu verbessern und die Zusammenarbeit zwischen den Nachbarstädten Korneuburg und Klosterneuburg zu fördern, verlangt er einmal mehr die beide Seiten verbindende Donaubrücke. Drei Pläne dafür seien bereits fix und fertig, teilte Hopfeld mit.

Auch in der Donauschifffahrt würde er sich Bewegung wünschen. „Die Anlegestelle in Korneuburg müsste viel stärker genutzt werden“, erklärte er dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Damit würde man zum Beispiel auch die Besucherfrequenz der Fossilienwelt und der Burg Kreuzenstein erhöhen können.

Attraktive Bildungsmeile

Als besonders erfolgreiche Investition in die Zukunft hat sich die Bildungsmeile entwickelt, die heuer zum 7. Mal veranstaltet wird - eine Werbung in eigener Sache. Die teilnehmenden Unternehmen öffnen sich im Herbst der Schuljugend und den Eltern, die sich an Ort und Stelle aus eigener Anschauung sowie aus Gesprächen mit den einladenden Firmenvertretern selber ein Bild von dem vorgestellten Beruf machen können.

http://wko.at/service/noe/bezirksstellen/k-bildungsmeile-2018.html

http://wko.at/service/noe/bezirksstellen/Teilnehmende-Firmen-mit-Rahmen_Bildungsmeile-2018.pdf

Sonja Zwazl

Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl nahm den Neujahrsempfang zum Anlass, ein klares Bekenntnis zur Sozialpartnerschaft abzulegen. Als zentrale Arbeitsschwerpunkte im heurigen Jahr nannte sie die Themen Steuerentlastungen, Bürokratieabbau und Bekämpfung des Fachkräftemangels. Der Schlüssel für die gut funktionierende Sozialpartnerschaft in Niederösterreich liege in der gegenseitigen Wertschätzung auch bei kontroversen Anliegen, betonte sie. „Die Ereignisse rund um uns in der Welt führen uns täglich vor Augen, wie froh wir sein sollten, einen solchen einzigartigen Konfliktlösungsmechanismus zu haben.“

Mitglieder

Die wirtschaftliche Dynamik im Bezirk Korneuburg schlägt sich auch in mehr Mitgliedern der Wirtschaftskammer nieder. Laut Bezirksstatistik vom Jänner 2019 waren es am 30.09.2018 7.783 Kammermitglieder (6.163 aktive und 1.620 ruhende). Zum Jahresende 2018 drei Monate später sind daraus mehr als 8.000 geworden. Gegenüber dem Jahr 2017 mit 7.394 Mitgliedern ist das ein Zuwachs um acht Prozent. Die mit Abstand größte Gruppe bilden schon seit Jahren die Einpersonenunternehmen (EPU), 2017 mit 61,1 Prozent der aktiven Mitglieder.

Da ein Kammermitglied in mehr als einer Sparte tätig sein kann, standen zum Stichtag 30.09.2018 den 7.783 Kammermitgliedern 9.395 Spartenmitglieder gegenüber. Die drei größten Gruppen sind Gewerbe und Handwerk mit 3.868 Spartenmitgliedern (41,2 %), der Handel 2.565 (27,3 %) sowie Information und Consulting 1.623 (17,3 %). Dem folgen die Sparten Tourismus und Freizeitwirtschaft 800 (8,5 %), Transport und Verkehr 447 (4,8 %), Industrie 76 (8,4 ‰) sowie Bank und Versicherung 16 (1,7 ‰) (mü)

http://wko.at/noe/korneuburg

http://www.weinviertelbusinessforum.at

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