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25.01.2019 - Ausgabe Nr. 1521

Badener Unternehmen sorgt für bessere Konfliktkultur



Auf das nachhaltige Auflösen von Konflikten in Firmen und Organisationen hat sich das Start-up-Unternehmen KonKom Ges.b.R von Stefan Götz und Tobias Habeck in Baden spezialisiert. „Konflikte sollte man sehr ernst nehmen, denn sie kosten dem Unternehmen nicht nur Produktivität, sondern auch Geld“, betont Götz im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

„Um passende Lösungen erarbeiten zu können, ist es wichtig, Konflikte transparent zu machen. Weil wir aber in Österreich keine entsprechende Konfliktkultur haben, schwelen diese Konflikte unter der Oberfläche weiter und fügen den Firmen Schaden zu“, erklärt Habeck. Studien, darunter auch von der Wirtschaftskammer Österreich, hätten ergeben, dass Konflikte 25 Prozent der Arbeitsleistung und 35 Prozent der Personalkosten ausmachen können.

Zur Auflösung von Konflikten, die Einzelpersonen und auch ganze Teams betreffen können, setzt sich ein Mediator mit den Konfliktparteien zusammen und sorgt dafür, dass jeder zu Wort kommen und sich zum Konflikt äußern kann. Dabei wird eine Lösung von den Kontrahenten heraus erarbeitet. Denn alles andere kann nicht nachhaltig sein. Als zweiter Schritt kommt auch eine Änderung der Unternehmenskultur in Frage, die einen niederschwelligen Zugang zum Ansprechen von Problemen schafft.

„Viele Menschen haben Angst, auch um ihren Arbeitsplatz, wenn sie Konflikte thematisieren. Hier muss man von Firmenseite sehr hellhörig sein und danach trachten, Konflikte schnell zu bereinigen und nicht zu lange wegzusehen“, so Götz. Man werde Konflikte nie verhindern können, sie seien menschlich, aber man könne sie schnell und nachhaltig auflösen und so Produktivität steigern und Kosten senken. Für konfliktminimierend hält Götz auch klare Regelungen, z. B. für die Übergabe von Halbfertigerzeugnissen oder Informationen zwischen unterschiedlichen Teams, denn hier komme es besonders oft zu Missverständnissen, die Konflikte auslösen können.

Zu den Kunden von KonKom zählen u.a. das Österreichische Rote Kreuz Niederösterreich, Fond soziales Wien, KAGes, Pöttinger, MPH, RHP und die Caritas. Eine Stunde Coaching kostet 250 Euro. Die Sitzungen werden in Zweistundeneinheiten abgehalten, und meist nach vier bis fünf Sitzungen werden nachhaltige Lösungen gefunden. Neben Götz und Habeck verstärken noch sieben Unternehmenspartner das Team. Neben dem Standort Baden gibt es noch eine Niederlassung in Wien. (hm)

http://www.konkom.at

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