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1.02.2019 - Ausgabe Nr. 1522

Wirtschaftskammer Amstetten meldet Zuwachs an Betrieben und Lehrlingen



Im Bezirk Amstetten sind zurzeit 9.114 Betriebe angesiedelt. Das sind um knapp 8,7 Prozent mehr als im Jahr 2017. Wie Andreas Geierlehner, Bezirksgeschäftsstellenleiter der Wirtschaftskammer, dem NÖ Wirtschaftspressedienst berichtet, hat damit der Zuwachs von Kammermitgliedern deutlich an Fahrt gewonnen. „In den letzten Jahren lag der durchschnittliche Zuwachs bei drei Prozent“ sagt er.

2018 sind im Bezirk Amstetten 597 Betriebe neu gegründet worden. Unverändert liegen die Gründungen schwerpunktmäßig im Dienstleistungsbereich, und die überwiegende Zahl der Gründer startet als Einpersonenunternehmer (EPU). „Bereits 63,4 Prozent unserer Mitglieder sind EPU“, so Geierlehner.

Kleiner Wermutstropfen: Die Zahl der Lehrbetriebe ist weiterhin rückläufig, hat sich aber nun eingebremst. Gegenüber 506 Lehrbetrieben im Jahr 2017 haben im Jahr 2018 502 Betriebe Lehrlinge ausgebildet. Erfreulich ist allerdings, dass sich die Anzahl der Lehrlinge erhöht hat. Wurden 2017 1.703 Lehrlinge ausgebildet, sind es 2018 1.723 gewesen. Damit könne auch im Bezirk Amstetten eine positive Trendumkehr der Lehrlingsausbildung registriert werden.

„Der Wirtschaftsmotor lief im Bezirk zudem ausgezeichnet und die Stimmung bei den heimischen Unternehmern war durch die gute Umsatzentwicklung sehr positiv“, betont Geierlehner. „Das darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass der leergefegte Arbeitsmarkt bereits als Damoklesschwert über dem regionalen Wirtschaftsstandort schwebt. Ende 2018 und mit Beginn 2019 zeichnet sich aber eine leichte Abflachung in der wirtschaftlichen Entwicklung ab. Es ist davon auszugehen, dass sich dieser Trend bis zur Jahresmitte fortsetzen wird.“

Im vergangenen Jahr galt der Arbeitsschwerpunkt der Wirtschaftskammer-Bezirksstelle Amstetten der Digitalisierung und der Vernetzung der regionalen Wirtschaft. Dazu kommen heuer die Aus- und Weiterbildung. Geierlehner: „Vor allem das Thema Digitalisierung ist ein starker Treiber in der Region. Gerade in den Städten Waidhofen an der Ybbs und Amstetten entwickeln sich innovative Start-up Zentren, die aus städteplanerischen Überlegungen entwachsen sind und die ein Potential entwickeln, das für die Wirtschaft sowie die gesamte Region zukunftsweisend sein kann.“

Kurz vor dem Jahresende ist es außerdem zu einem Wechsel in der Funktion des Bezirksstellenobmannes gekommen. Gottfried Pilz, der auch Obmann der Fachgruppe der Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten in der NÖ Wirtschaftskammer (WKNÖ) ist, folgte Reinhard Mösl nach. In seiner neuen Funktion möchte Pilz zusätzlich den Fokus auf Vernetzung im Bezirk legen und Sprachrohr der regionalen Wirtschaft sein. „Ich lade daher alle Unternehmer ein, in ihrer Wirtschaftskammer mitzuarbeiten“, so der Neo-Obmann gegenüber dem NÖ Wirtschaftspressedienst. „Gerade die Erfahrung der Unternehmer aus ihrem betrieblichen Alltag ist die beste Expertise, wenn es darum geht zu erfahren, wo die Druckstellen der Wirtschaft sind.“ (dsh)

http://wko.at/noe/amstetten

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