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8.03.2019 - Ausgabe Nr. 1527

Messe Wieselburg behauptet sich weiter als Veranstaltungs-Hotspot



Nach den umfangreichen Bauarbeiten in den Vorjahren lag der Schwerpunkt der Messe Wieselburg im letzten Jahr auf dem Aufbau der Gastveranstaltungen und der Weiterentwicklung der bestehenden Messen. „Dies ist uns auch gelungen“, berichtet Messedirektor Werner Roher dem NÖ Wirtschaftspressedienst. „2018 konnten wir in Wieselburg rund 135 Veranstaltungen und Seminare verzeichnen, was in Summe fast 160 Veranstaltungs- sowie Seminartage ergeben hat. Besonders die Seminartätigkeit ist durch die ideale Zusammenarbeit mit dem neuen Messehotel rasch gewachsen – nämlich um 20 Prozent. Dadurch ist auch der Umsatz auf 3,35 Millionen Euro gestiegen.“

Die Bearbeitung des Marktes sei teurer geworden und verlange einen verstärkten Mitteleinsatz. „Um das gleiche Ergebnis erzielen zu können, nimmt der Aufwand, um Aussteller oder Veranstalter zu akquirieren, zu“, so der Messedirektor. Die Digitalisierung verändere auch die Messebranche. Sie bringe Herausforderungen, aber auch Chancen, mit sich. Im Marketing würden digitale Instrumente an Bedeutung gewinnen. Gleichzeitig ist das Instrument Messe aufgrund der Kontaktqualität zum Kunden für viele Unternehmen unverzichtbar.

„Wir sehen die Herausforderung deshalb auch in der Verknüpfung der Maßnahmen und in der Ergänzung des Kontakts auf der Messe durch die vielfältigen digitalen Informationsmöglichkeiten“, sagt Roher. Er sei jedenfalls davon überzeugt, dass Facebook & Co neue Infomöglichkeiten bieten, um den persönlichen Kundenkontakt durch digitale Maßnahmen vorzubereiten, zu ergänzen und ganzjährige aufrecht zu erhalten.

Wie alle Branchen so würden auch Messeveranstalter unter dem Kostendruck leiden. „In Dienstleistungsbetrieben wie unserem spielen die Personalkosten eine besondere Rolle“, erklärt Werner Roher. „Unser Mitarbeiterstamm bestand im Vorjahr aus 20 Fixbeschäftigten, was für einen Betrieb, wie den unseren, wahrlich nicht viel ist. Insofern wäre eine Reduktion der Personalnebenkosten ein Wunsch an die Bundesregierung. Die Neuerungen im Arbeitszeitgesetz, mit der Möglichkeit in Spitzenzeiten bis zu 12 Stunden täglich zu arbeiten, hat uns eine Erleichterung gebracht.“

Was das heurige Jahr betrifft, ist Rohrer optimistisch gestimmt: „Die geplanten Messen lassen einen positiven Ausblick erwarten. Allen voran ist die Ab Hof, die heuer zum 25. Mal über die Bühne geht, wieder total ausgebucht. Auch in den Geschäftszweigen Gastveranstaltungen und Seminare erwarten wir neuerlich eine Steigerung. Das Hotel „I´m Inn“ hat 2018 schon fast 16.000 Nächtigungen verzeichnet, was auch neue Impulse für die Veranstaltungen und Seminare bringt. Insgesamt sind wir demnach mit der aktuell für 2019 zu erwartenden Auslastung zufrieden. Etwas zu früh ist es allerdings, auf die Herbstmessen bio-Österreich oder Bau & Energie mit dem späteren Termin vom 18. bis 20. Oktober eine Vorausschau zu machen. Jedenfalls erwarten wir ein positives Gesamtjahr mit einem merklichen Zuwachs beim Umsatz und Deckungsbeitrag.“ (dsh)

http://www.messewieselburg.at

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