//
15.03.2019 - Ausgabe Nr. 1528

Asfinag bläst heuer in Niederösterreich zur Infrastruktur-Offensive



Rund 1,2 Milliarden Euro wird die Asfinag heuer in den Ausbau der hochrangigen Straßeninfrastruktur in Österreich investieren. Von diesem Betrag fließen 700 Millionen Euro in den Streckenneubau und Kapazitätserweiterungen sowie 500 Millionen Euro in die Instandhaltung des bestehenden Autobahn- und Schnellstraßennetzes. „Jeden zweiten Euro stecken wir in Maßnahmen zur Verkehrssicherheit“, erklärte Infrastrukturminister Norbert Hofer bei der Präsentation des Ausbauprogrammes.

In Niederösterreich, wo heuer 220 Millionen Euro investiert werden, steht vor allem der Osten des Bundeslandes im Fokus der geplanten Aktivitäten. Zu den einzelnen Projekten hat Asfinag-Vorstandsdirektor Hartwig Hufnagl Stellung genommen. Mit den Bauvorhaben wolle man „die Menschen bestmöglich vom Verkehr entlasten und Impulse für die Wirtschaft setzen.“

Größter Brocken bei den Investitionen ist der überfällige Lückenschluss der Wiener Aussenring-Schnellstraße S1 zwischen Schwechat und Süßenbrunn. Dieser Neubauabschnitt beinhaltet auch den vieldiskutierten Lobau-Tunnel unter der Donau. „Dort, wo die S1 oberirdisch verläuft – von Süßenbrunn bis Groß-Enzersdorf –, wollen wir noch heuer, spätestens 2020 starten“, kündigt Hufnagl an. Ab 2023 soll abschnittsweise die Verkehrsfreigabe der Teilstücke erfolgen. Die Gesamtinvestitionssumme beläuft sich auf rund 1,9 Milliarden Euro.

50 Millionen Euro investiert die Asfinag in die Errichtung der fünf Kilometer langen Umfahrung Drasenhofen, welche die Nordautobahn A5 an Tschechien anbinden wird. „1.800 Lkw pro Tag müssen dann nicht mehr durch die Ortschaften fahren“, sagt Hufnagl. Die Verkehrsfreigabe erfolgt schon heuer im September. Das Land Niederösterreich trägt 4,5 Millionen Euro der Baukosten.

Im Plan sind auch die Arbeiten an der Weinviertler Schnellstraße S3 zwischen Hollabrunn und Guntersdorf. Der elf Kilometer lange und 132 Millionen Euro teure Teilabschnitt, für den der Baubeginn 2017 erfolgt ist, soll 14.000 Anrainer vom Durchzugsverkehr entlasten. „Die Fertigstellung ist für 2020 geplant“, erklärt der Asfinag-Vorstand.

Zwar gibt es in Niederösterreich südlich der Donau keinen Autobahn- oder Schnellstraßenneubau, wohl aber ein für die Kraftfahrer wichtiges Erweiterungsprojekt: Die stark belastete Ostautobahn A4 erhält zwischen Fischamend und Bruck/West eine dritte Fahrspur. 138 Millionen Euro investiert die Asfinag dafür. „Baustart ist heuer, die Fertigstellung für 2022 vorgesehen“, so Hufnagl. Darüber hinaus plane man bereits den weiteren dreispurigen Ausbau der A4 bis Neusiedl/Gewerbepark. (mm)

http://www.asfinag.at

Artikel teilen:

© 2019 - www.wirtschaftspressedienst.at
Donau Media Wirtschaftsverlag 1984 GmbH | Bahnstraße 6 | 2104 Spillern