//
5.04.2019 - Ausgabe Nr. 1531

Smart Home: Red Zac hat alles unter einem Dach



„In der digitalen Zukunft, die dann auch im Smart Home Einzug gehalten haben wird, wird es von unseren Mitgliedsbetrieben Planung, Projektierung und Installation geben“, erklärt Alexander Klaus, Geschäftsführer von Euronics Austria, dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Euronics, bekannt unter dem Markennamen „Red Zac“ mit der Kooperationszentrale in Biedermannsdorf bei Mödling, hat demnach viel vor, wenn es darum geht, dass bekannte Themen, wie Ressourcenschonung und E-Mobilität in der breiten Öffentlichkeit ankommen. „Je smarter das Heim ist“, so Klaus, „desto komplexer sind auch die smarten Herausforderungen. In dieser Situation sind dann oft Berater erforderlich, die vor Ort sind und die nicht nur von den Produkten etwas verstehen, sondern auch firm in Sachen Installation sind.“

Konkret nennt Klaus das Beispiel von glatten Oberflächen in einem Haushalt. „Auf der internationalen Funkausstellung in Berlin wurde es schon gezeigt: Im Badezimmer beispielsweise sehe ich im Spiegel die aktuellen Wetterberichte oder am Backrohrfenster die Nachrichten des Tages. Der Kunde ist flexibel, möchte zu den von ihm bestimmten Zeiten bestimmte Informationen haben, und das kann nicht mehr alles nur durch eine simple App gesteuert werden“. Ein anderes Beispiel sind Elektro-Autos. Die Installateure der Mitgliedsbetriebe können Aufladestationen den persönlichen und regionalen Anforderungen gemäß errichten.

Diese Vielfalt der Tätigkeiten im digitalen Umfeld könne Red Zac als Arbeitgeber wieder attraktiver machen. „Momentan fehlt oft geeignetes Fachpersonal, also junge Menschen, die Freude am Beruf haben“, so Klaus. Neben den Zukunftschancen nennt der Geschäftsführer als Vorteil, dass es sich bei den Mitgliedsbetrieben um eigentümergeführte Unternehmen handelt, die sich engagieren, damit die Wertschöpfung in der Region bleibt, was auch dem Weltbild so mancher junger Menschen entsprechen würde.

Insgesamt gibt es derzeit in Niederösterreich 50 Red Zac Unternehmen, 230 sind es in ganz Österreich. Es sind Fachbetriebe für Elektrohandel, wovon die meisten auch die Konzession zur Elektroinstallation haben. Diese Zahl hat sich über die letzten Jahre hinweg kaum verändert. Das gleiche gilt für den Umsatz, der aktuell österreichweit bei 700 Millionen Euro liegt. „Allerdings müssen die Unternehmen heute um 30 Prozent mehr Fernseher verkaufen, damit sie zum gleichen Umsatz kommen wie vor zehn Jahren. Das bedeutet einen enormen Preisdruck und einen dramatischen Preisverfall“, so Klaus.

In der Konsequenz werden kaum noch Fernseher verkauft, der Fokus liegt auf großer Weißware. „Fernseher sind heutzutage selbsterklärend und werden oft gleich mit nach Hause genommen. Zudem stellen sie insgesamt ein Auslaufmodell dar, während Streamingdienste boomen“, sagt Alexander Klaus. Dagegen seien der Transport und der Anschluss einer Waschmaschine noch immer eine Herausforderung. (jm)

http://www.redzac.at

Artikel teilen:

© 2019 - www.wirtschaftspressedienst.at
Donau Media Wirtschaftsverlag 1984 GmbH | Bahnstraße 6 | 2104 Spillern