//
20.09.2019 - Ausgabe Nr. 1555

Klosterneuburger Essl Museum wird zum „Fort Knox“ für Albertina-Kunstschätze



Das ehemalige Essl Museum in Klosterneuburg, das im Juli 2016 den Ausstellungsbetrieb eingestellt hat und seitdem geschlossen ist, wird ein Hauptdepot für die Objekte aus dem Bestand des Wiener Kunstmuseums Albertina. Das bestätigt Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder dem NÖ Wirtschaftspressedienst auf eine entsprechende Anfrage. „Zurzeit lagern im Essl Museum rund 7.000 Kunstgegenstände, die zum Großteil aus der Sammlung der Familie Essl stammen“, sagt Schröder. Damit sei das Gebäude zu etwa einem Drittel gefüllt. In der Folge soll es mit weiteren Werken aus der Albertina-Sammlung bestückt werden, kündigt Schröder an.

Seit Herbst 2018 ist die Haselsteiner-Familien-Privatstiftung vollständige Eigentümerin des Essl Museums. Fünf Millionen Euro hat die Gesellschaft des Industriellen und Ex-Politikers Hans Peter Haselsteiner in notwendige Umbauarbeiten an dem 20 Jahre alten Museumsbau im Klosterneuburger Stadtteil Weidling investiert. Die Albertina ist Mieter der Räumlichkeiten.

„Vor allem die Sicherheitstechnik am und im Gebäude mussten wir massiv aufrüsten. Denn es kommen dort immer mehr Objekte mit großem Wert hinzu“, erklärt Schröder. Zuvor konnte man das Essl Museum ohne genaue Personenkontrolle betreten.

Das Essl Museum war das größte Privatmuseum Österreichs und zählte als Museum für zeitgenössische Kunst zu den wichtigsten in Europa. Den zentralen Kern der Sammlung des Ehepaars Karlheinz und Agnes Essl bildet die österreichische Malerei ab 1945. Darüber hinaus gibt es zeitgenössische Exponate aus Europa, USA, Australien, Südamerika und Asien. (mm)

http://www.essl.museum

http://www.albertina.at

Artikel teilen:

© 2020 - www.wirtschaftspressedienst.at site
Donau Media Wirtschaftsverlag 1984 GmbH | Bahnstraße 6 | 2104 Spillern