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20.09.2019 - Ausgabe Nr. 1555

NÖ-CARD bringt Bädern Zusatzbesucher in einer durchwachsenen Saison



Dass die Niederösterreich-CARD in der warmen Jahreszeit Menschen in die Freibäder lockt, teilweise sogar von weit her, ist zwar unbestritten, aber auch in einem Rekordsommer gibt es in den Regionen unterschiedlich viele Sommertage. Bei Badbetreibern in den einzelnen Landesvierteln hat sich der NÖ Wirtschaftspressedienst zu deren Sommerbilanz umgehört.

Heuer ist der Mai kalt gewesen. Dann gab es zwar im Juni einige heiße schöne Tage und vor allem in den Ferienmonaten auch Hitzetage, aber wie Karl Stradner vom Bad in Schönkirchen-Reyersdorf im Bezirk Gänserndorf sagt, „was wir nicht bis zum Ferienbeginn eingenommen haben, ist über den Sommer nicht mehr aufzuholen. Denn dann fahren viele ans Meer, und nach ihrer Rückkehr gehen sie nicht mehr unbedingt ins Bad, vor allem nicht in jene Bäder, für die eine Anreise notwendig ist, was bei der NÖ-CARD in der Regel der Fall ist.“

Ähnlich vorsichtig ist die Leiterin des Thermalbades Bad Vöslau Carina Hochebner. Sie hat konkrete Zahlen. Von den 145.000 Besuchern des Jahres 2018 sind 2.047 mit der NÖ-CARD ins Bad gekommen. Heuer waren es bis zum 12. September 136.000 Besucher, davon 1.928 mit der NÖ-CARD. „Die Karte ist gut, sie wirkt. Viele nützen sie jedenfalls für einen Erstbesuch, und insgesamt bin ich mit der Saison sehr zufrieden“, so Hochebner.

Warum ihr Jubel gedämpft ausfällt, erklärt sie so: „Wetter-Apps sind unsere Gegner. Wenn dort Gewitter oder Schlechtwetter vorhergesagt wird, kommen die Menschen nicht ins Bad. Das gilt auch dann, wenn es letztlich doch ein sonnenreicher Tag wird. Während Juli und August überwiegend schönes Wetters hatten, waren gerade die Wochenenden oft nicht so einladend.“

Josef Wiesinger vom Erlebnisbad Gars am Kamp im Waldviertel ist grundsätzlich mit der heurigen Saison zufrieden gewesen. Es führt das auf eine gute Auslastung zurück und darauf, „dass Besucher aufgrund der NÖ-CARD auch von weither kommen. Aus unseren Nachfragen nach der Postleitzahl wissen wir, dass die Leute jedenfalls gern einen Gratis-Erstbesuch nutzen und dafür auch eine weite Anfahrt in Kauf nehmen, denn viele sind aus Wien.“

Uneingeschränkt zufrieden zeigt sich Sandra Roseneder, Seebad-Chefin in Lunz am See im Mostviertel. „Wir sind noch nicht so lange bei der NÖ-CARD dabei, aber ich schätze“, sagt sie, „dass heuer rund 20 bis 25 Prozent mehr Leute mit der Karte gekommen sind als letztes Jahr“. Als Grund nennt Roseneder die gute Entwicklung der gesamten Tourismusregion, wie etwa mit dem Ybbstal Radweg. „Am Ende des Tages kommen viele - und gerade solche mit der NÖ-CARD - zu uns ins Bad. Auch wenn wir nur vier Euro für den Eintritt verlangen, so ist der kostenlose Eintritt kurz vor Badeschluss sicher eine Motivation. Für uns jedenfalls hat sich die NÖ-CARD bezahlt gemacht.“ (jm)

http://www.niederoesterreich-card.at

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