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27.09.2019 - Ausgabe Nr. 1556

Radfahrer, die in Tschechien strampeln, müssen weiter „trocken“ bleiben



Wer in Tschechien mit dem Rad fährt, darf bei einer Kontrolle auch weiterhin keine Spuren von Alkohol in seinem Blut haben. Eine im Frühling vom Senat beantragte Gesetzesnovelle, wonach das Alkohollimit für Radfahrer auf „Straßen dritter Klasse“ gelockert und auf 0,5 Promille angehoben werden sollte, hat vor kurzem das Abgeordnetenhaus, die zweite Kammer des Parlaments in Prag, zurückgewiesen. Begründung: In Tschechien sei bei einem Drittel aller Unfälle, die Radfahrer verursachen, Alkohol im Spiel.

Die strenge Null-Promille-Bestimmung im Nachbarstaat müssen auch jene Radler beachten, die vom Wald- oder Weinviertel in das tschechische Radwegenetz gelangen. Das gilt z.B. für die sogenannte „Thayarunde“ - ein 2016 angelegter grenzüberschreitender Radweg zwischen dem nördlichen Waldviertel und der Region Vysočina. Auch wer auf dem „Iron Curtain Trail“ (Euro Velo 13) strampelt, muss „trocken“ bleiben. Dieser Radweg folgt dem Verlauf des einstigen Eisernen Vorhangs über 330 Kilometer von Gmünd im Waldviertel bis Hohenau/March im Weinviertel, wobei der „Iron Curtain Trail“ häufig die Staatsgrenze kreuzt.

Radfahrer, die bei einem Abstecher ins Nachbarland angetrunken ertappt werden, erwartet eine empfindliche Geldbuße. Sie müssen mit Strafen zwischen 2.500 und 20.000 tschechischen Kronen rechnen. Das sind umgerechnet 95 bis 760 Euro. (mm)

http://public.psp.cz/en/sqw/hp.sqw

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