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27.09.2019 - Ausgabe Nr. 1556

Traiskirchen ist der Wandel von der Industrie- zur Innovationsstadt gelungen



Drei Betriebsgebiete sind in der Stadtgemeinde Traiskirchen verteilt. Zwei betreibt die Gemeinde selbst und eines betreiben private Investoren auf dem ehemaligen Semperit-Gelände. Wie der Bürgermeister von Traiskirchen Andreas Babler gegenüber dem NÖ Wirtschaftspressedienst feststellte, habe man den Strukturwandel von einer überwiegenden Industriestadt zu einer innovativen Stadt mit Gewerbe, Dienstleistungen, Weinbau und Tourismus vollzogen und einen ausgewogenen Branchenmix mit sicheren Arbeitsplätzen in der Region geschaffen. Man forciere die Ansiedlung von grünen Betrieben und setze auf Fassaden- und Dachbegrünung sowie Solarenergie.

„Wir achten auch auf einen Schwerpunkt im Sektor der Klein- und Mittelbetriebe“, sagt Andreas Babler. „Die Schließung der Semperit hat zwar viele Arbeitskräfte auf einmal frei gesetzt, so dass viele Facharbeiter abwanderten. Mit der jetzigen Struktur der Betriebe aber ziehen wir wieder Fachkräfte und innovative Köpfe an“. Für Neuansiedlungen mache man zur Bedingung, pro 200 Quadratmeter Betriebsgebiet einen Mitarbeiter zu beschäftigen.

Stolz ist Babler auf die größte Dachphotovoltaik Österreichs auf dem ehemaligen Semperitgebäude. Auf diesem Gelände arbeitet die Stadtgemeinde eng mit den beiden privaten Betreibern zusammen, um dieses Gebiet zu einem neuen Stadtteil von Traiskirchen zu entwickeln. Schon jetzt sind hier rund 70 Betriebe mit rund 900 Mitarbeitern tätig, darunter innovative Firmen, wie Magna Powertrain, wo mehr als 100 Mitarbeiter an Hybridantrieben forschen. Das nächste Projekt ist ein Hotel.

Im 64 Hektar großen Betriebsgebiet Traiskirchen Süd/Oeynhausen sind etwa 100 Betriebe mit rund 2.500 Mitarbeitern angesiedelt, darunter auch größere Betriebe mit 80 bis 120 Beschäftigten. Der Wirtschaftspark Traiskirchen Nord besteht aus 27 Hektar. Alle gemeindeeigenen Flächen sind gut nachgefragt, und es gibt noch Reserven.

Der Obmann der Bezirksstelle Baden der NÖ Wirtschaftskammer Jarko Ribarski sieht die starke Nachfrage nicht zuletzt in der sehr guten Infrastruktur dieses Standortes mit der Wien-Nähe begründet, wo die ansässigen Firmen ein nahes hochrangiges Straßennetz nützen können. Er begrüßt das grüne Entwicklungskonzept, das er als nachahmenswert rühmt. Jedenfalls sei es in Traiskirchen mit einem guten Konzept gelungen, das Abwandern der alten Industrie als neue Chance zu erkennen und neue innovative Betriebe zu gewinnen. (hm)

http://www.traiskirchen.gv.at

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