//
4.10.2019 - Ausgabe Nr. 1557

145 NÖ Gesundheitsbetriebe stärken die Gesundheitsvorsorge im Land



Gesundheit ist ein zentrales Thema für die Menschen und damit auch für die 145 Gesundheitsbetriebe in Niederösterreich. Sie tragen wesentlich zur Gesundheitsvorsorge im Land bei. Wie Karin Weißenböck, Fachgruppenobfrau der Gesundheitsbetriebe in der Wirtschaftskammer, dem NÖ Wirtschaftspressedienst erklärte, reicht das Spektrum von der Rehabilitation, dem Pensionsversicherungsangebot Gesundheitsvorsorge-aktiv sowie Kuren und physikalischen Therapien bis zur bildgebenden Diagnostik und Pflege. „Auch für private Gesundheitsaufenthalte haben wir Angebote höchster Qualität“, sagt sie.

Ob allerdings die Menschen die Lebensjahre, die sie sich durch die gestiegene Lebenserwartung erhoffen, auch wirklich bei guter Gesundheit verbringen können, ist letztlich die entscheidende Frage, macht Weißenböck klar. Deshalb werde die Prävention künftig noch mehr an Bedeutung gewinnen. Im Programm Gesundheitsvorsorge-aktiv der Pensionsversicherung seien die NÖ Gesundheitsbetriebe eine wichtige Säule. „Die Erhaltung der Gesundheit und die nahhaltige Lebensstiländerung stehen im Vordergrund“, so Karin Weißenböck. „Bewegung und mentale Gesundheit spielen dabei eine zentrale Rolle, aber auch das Thema Gesunde Ernährung kommt nicht zur kurz.“ Die Patienten erhalten Tipps und lernen, wie sie Veränderungen gezielt in den Alltag einbauen können. Die Selbstverantwortung für die eigene Gesundheit würde so gestärkt.

Ein weiterer wichtiger Schritt zudem sei die Rehabilitation, die es den Menschen möglich macht, wieder selbstbestimmt zu leben. „Hier geht die Entwicklung gezielt in die Richtung des bio-psychosozialen Gesundheitsmodells“, erklärt Weißenböck. Weg von der Defizitorientierung und hin zur Aktivität und Partizipation. Erwerbsfähige Patienten sollen rasch ins Berufsleben wieder eingegliedert werden. Niederösterreich sei mit Rehabilitationszentren in allen Indikationen gut versorgt. Dabei gewinne auch die ambulante Rehabilitation immer mehr an Bedeutung. Die Rehabilitation findet vor allem in Zentren statt, in denen verschiedene Indikationen unter einem Dach angeboten werden.

Mit der Umstellung von der Kur auf die Gesundheitsvorsorge-aktiv sei das vergangene Jahr für die NÖ Gesundheitsbetriebe ein spannendes Jahr gewesen, betont die Fachgruppenobfrau. Die neuen Anforderungen habe man gut gemeistert. Auch das heurige Jahr stelle sich je nach Branche wieder als herausfordernd dar. „Ein zentrales Zukunftsthema ist und bleibt nämlich das Thema Mitarbeiter“, stellt Weißenböck fest. „Adäquat ausgebildetes Personal ist die Basis jedes Gesundheitsbetriebes. Der Bedarf an Ärzten, Physiotherapeuten und Pflegern muss gedeckt werden“, fordert sie. Dies werde nur durch eine ausreichende Zahl von Ausbildungsplätzen möglich sein. „Die Forderung, die Studienplätze für Ärzte zu verdoppeln, findet daher unsere volle Unterstützung“, sagt die Branchensprecherin. (dsh)

http://wko.at/noe/gesundheitsbetriebe

Artikel teilen:

© 2019 - www.wirtschaftspressedienst.at
Donau Media Wirtschaftsverlag 1984 GmbH | Bahnstraße 6 | 2104 Spillern