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15.11.2019 - Ausgabe Nr. 1563

Niederösterreichs Wirtschaftsstrategie 2025 setzt auf Ressourcen-Schonung



„Qualität mit Zukunft.“ So lautet das Motto der neuen Wirtschaftsstrategie 2025 für das „Unternehmerland Niederösterreich“, die LH Johanna Mikl-Leitner und Wirtschafts-Landesrätin Petra Bohuslav präsentiert haben. „Wir wollen den Strukturwandel weiterentwickeln, den Niederösterreich bisher so erfolgreich bewerkstelligt hat, und dabei insbesondere die Qualität des Wirtschaftsstandorts Niederösterreich deutlich in den Mittelpunkt stellen“, sagt Mikl-Leitner. Dabei setzt man insbesondere auf die Schwerpunkte Internationalisierung & Standort, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Innovation. Die Strategie sei als „living paper“ zu verstehen, betont Bohuslav, also „flexibel und anpassungsfähig – beispielsweise an jeweilige Konjunktur-Schwankungen.“

„Wir wollen hochwertige, international sichtbare Standorte und regionale Zentren schaffen“, so Mikl-Leitner. Demnach sollen bis 2025 noch einige neue Wirtschaftsparks mit entsprechender Verkehrs-Anbindung entstehen sowie zwei Hubs im Wald- und Weinviertel als regionale Drehscheiben, über die eine optimale Kooperation der Wirtschaft in der Region forciert werden kann. Als wesentlicher Faktor wird der Ausbau der Infrastruktur genannt, vom Verkehr bis zur Energie- und Breitband-Versorgung.

Strategie-Ziel ist es auch, Niederösterreichs Unternehmen darin zu unterstützen, auf Innovationen und intelligente Produkte bzw. auf neue Werkstoffe, Produktionsprozesse und Dienstleistungen zu setzen. „Wir wollen möglichst viele Betriebe, die international zu den Frontrunnern gehören“, heißt es im Strategie-Papier. Dazu will man innovative Start-ups noch besser unterstützen und die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft vorantreiben.

Was den akuten Fachkräftemangel betrifft, setzt die Strategie 2025 auf den Ausbau der Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Land. Auch überbetriebliche Weiterbildungsinitiativen sowie regionale Initiativen werden unterstützt, „um den blau-gelben Unternehmen bei der Generierung von Fachkräften zu helfen.“ Mikl-Leitner berichtet von vier Handelsakademien und vier Leitbetrieben im Waldviertel, die ihre Schwerpunkte aufeinander abstimmen.

Einen zentralen Platz der blau-gelben Strategie räumt Mikl-Leitner dem Thema Nachhaltigkeit ein. „Der Umgang mit dem Klimaschutz ist eine große Chance für uns. Da wollen wir erfolgreiche Unternehmen zusammenbringen, das Wissen bündeln und die Stärken ausbauen.“

„Kreislaufwirtschaft, CO2- und Ressourcenersparnis sowie nachhaltige Energiesysteme gehören zu immer wichtigeren Innovationstreibern“, zitiert Bohuslav aus dem Strategiepapier: „Die Entwicklung solcher Lösungen soll von der Forschung und Entwicklung bis hin zur Produktion und Vermarktung unterstützt werden – speziell über einen Wissens- und Know-how-Aufbau in den Regionen des Landes.“ Bohuslavs Fazit: „Wir werden die Bio-Ökonomie vorantreiben und damit gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit Niederösterreichs steigern und neue Arbeitsplätze schaffen.“ (rz)

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