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22.11.2019 - Ausgabe Nr. 1564

Niederösterreich Bahnen: „Alles auf Schiene mit neuen Rekordzahlen“



Die Niederösterreich Bahnen der Niederösterreichischen Verkehrsorganisationsgesellschaft (NÖVOG) werden 2019 als das bisher beste Jahr in ihrer Geschichte verbuchen können. „Bis Jahresende rechnen wir mit 1,187 Millionen Fahrgästen. Das sind mit rund 60.000 um fünf Prozent mehr als vorher“, stellt Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko fest.

Es sei „alles auf Schiene“, bestätigt auch Geschäftsführerin Barbara Komarek, die seit Oktober 2018 die Niederösterreich Bahnen steuert. Auch sie hat sich für 2020 die Latte hoch gelegt. Mit ihren 300 Mitarbeitern, darunter drei Lehrlingen, will sie wieder eine Zunahme der Fahrgäste um fünf Prozent erreichen. Dazu soll auch die Verlängerung der Sommer-Saison beitragen. „Wir fangen etwas früher an und werden den Sommer-Betrieb bis zum Ende der Herbstferien - also bis 1. November 2020 - aufrecht erhalten“, sagt Komarek.

Um das Angebot attraktiver und sicherer zu machen, sind seit 2010 rund 204 Millionen Euro in die sechs Bahnen und zwei Bergbahnen sowie in das Drumherum investiert worden. Für 2020 sind Investitionen in der Höhe von rund zwölf Millionen Euro veranschlagt - einerseits für die Attraktivierung des Bergareals auf dem Hochschneeberg, vor allem aber wieder in Gleisanlagen, Technik und Sicherheit der Bahnstrecken.

Mit der Zunahme der Fahrgäste um 7,2 Prozent auf knapp 580.000 hat die Mariazellerbahn - abgesehen vom Jahr der Landesausstellung 2015 - das beste Ergebnis ihrer Geschichte eingefahren. „Sie ist das Rückgrat der Mobilität im Pielachtal“, so Komarek. Das soll am 13./14. Juni 2020 mit einem Schmalspurfestival und am 18. Juli mit dem ersten Bahnhofsclubbing im Betriebszentrum Laubenbachmühle gefeiert werden. Dort werden „The Ridin Dudes“ aufspielen.

Den größten Zuwachs erzielte heuer die Wachaubahn: 38.000 Fahrgäste bedeuten ein Plus von 24,6 Prozent. Erzielt wurde es mit einer Ausweitung des Angebots - „wir haben erstmals vier Zugpaare pro Tag geführt“, so Komarek. Dadurch konnten 7.500 neue Fahrgäste angesprochen werden. 2020 wird diese Bahn auch eine tragende Rolle beim 20-Jahr-Jubiläum des „Weltkulturerbes Wachau“ übernehmen. Neu wird das Angebot „Lesen im Zug“ sein, eine Kooperation mit Bibliotheken der Region. „Wir haben uns stark vernetzt und sind zahlreiche Partnerschaften quer durch alle Themen eingegangen“, erklärt Komarek mit dem Zusatz, dass das eines der Erfolgsgeheimnisse der Niederösterreich Bahnen sei.

202.000 Fahrgäste wird auch die Citybahn Waidhofen/Ybbs heuer erreichen, eine Zunahme um ein Prozent. Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2020 verkehrt die Bahn im Halbstundentakt zwischen Waidhofen/Hauptbahnhof und Vogelsang, was nach den Erfahrungswerten „Angebot schafft Nachfrage“ Chancen auf ein noch deutlicheres Wachstum ergibt.

Von der Waldviertelbahn wird heuer inklusive Adventfahrten eine Zunahme um 3,4 Prozent auf 30.000 Fahrgäste erwartet. 2020 wird u.a. in mehr Familienfreundlichkeit investiert. So wird es einen Spielewaggon geben, der jeweils am Mittwoch mit der Diesel-Nostalgiegarnitur geführt wird. Ein besonderes Glanzlicht verspricht auch das Bahnhofsfest in Litschau am 23. Mai 2020 aus Anlass des 120-Jahr-Jubiläums der Strecke Gmünd-Litschau zu werden.

Der Reblaus-Express hat heuer 24.000 Fahrgäste angelockt, was ein Zugewinn von zwei Prozent war. In diesem Erlebniszug wird im kommenden Jahr das Format „Krimi, Kabarett und Wein“ eingeführt - mit Buchpräsentationen, Kabarett und Weinverkostungen.

Auch die Schneebergbahn legte 2019 wieder zu: um 3,5 Prozent auf 178.000 Fahrgäste. Im Jahr 2020 von Mai bis August wird das Bergareal Hochschneeberg mit einem neuen Spielplatz und einer neuen Wegeführung naturnah gestaltet.

Die Gemeindealpe Mitterbach verzeichnete mit einem Zuwachs um 8,3 Prozent auf 58.500 Besucher ebenfalls ihre bisher beste Sommersaison. Bei geeigneter Schneelage wird die Wintersaison am 7. Dezember 2019 starten – mit einer neuen Wellenbahn auf der Fun-Slope. „Speziell dort bieten wir natürlich ein attraktives Kombi-Angebot mit der Mariazellerbahn an“, so Komarek. (rz)

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