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13.12.2019 - Ausgabe Nr. 1567

Algenproduzent ecoduna überlegt den Bau eines Besucherzentrums



Die ecoduna AG, Hersteller von Mikroalgen aus Glasröhren mit Sitz in Bruck/Leitha, will in Zukunft mehr Unternehmensführungen abhalten und erwägt deshalb die Errichtung eines Besucherzentrums. „Das hätte hier jedenfalls Potenzial“, erklärte ecoduna-Vorstandsvorsitzender Johann Binder in einem Interview mit der Finanzzeitung „Börsen-Kurier“. Immerhin befinde sich der Produktionsstandort des High-Tech-Betriebes in unmittelbarer Nähe zur boomenden Weinregion Carnuntum.

Im Energiepark Bruck erzeugt die ecoduna AG die Mikroalgen in sechs Meter langen Glasröhren in einer Art Glashaus. Insgesamt sind derzeit 43.000 dieser Glasröhren mit Algen in den unterschiedlichsten Wachstumsstadien bestückt. Derzeit können jedes Jahr 100 Tonnen trockene Algenbiomasse produziert werden. Diese geht an Großhändler und industrielle Abnehmer aus den Wirtschaftszweigen Tierfutter und Kosmetik. „Für 2021 erwarten wir die EU-Zulassung unserer Produkte als Nahrungsergänzungsmittel“, kündigte Binder an. Direkt aus den Algen stellt die ecoduna AG in Bruck/Leitha auch Omega-3-Fettsäuren her, die der menschliche Körper nicht selbst erzeugen kann und die über die Nahrung aufgenommen werden müssen.

In der internationalen Algenszene gilt das Unternehmen, das 24 Mitarbeiter vorwiegend aus der Region beschäftigt, als weltweiter Technologieführer. Zurzeit hat die ecoduna AG fast 800 Anteilseigner, die von dem nachhaltigen Konzept überzeugt sind. „Wir sind eben eine Behalte-Aktie, ein Dividendentitel“, so Vorstandschef Johann Binder. (mm)

http://www.ecoduna.com

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