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13.12.2019 - Ausgabe Nr. 1567

Sportartikelhandel profitiert von Pulsuhren und Nachhaltigkeit



Der Sportartikelhandel kann abermals ein erfolgreiches Jahr verbuchen. „Wir rechnen für das Gesamtjahr mit einer Umsatzsteigerung um 1,5 bis 2,00 Prozent - das gilt sowohl österreichweit als auch in Niederösterreich“, teilt Michael Nendwich, Obmann der Branche in der NÖ Wirtschaftskammer, dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. „Ein Teil davon kommt wie jedes Jahr vom Weihnachtsgeschäft. Heuer sind es vor allem die Wearables, die gefragt sind, also Pulsuhren oder Tracker - diese sind in geringen Preiskategorien ebenso erhältlich wie um mehrere hundert Euro. Daher ist für jedes Christkind etwas dabei.“ Über das Gesamtjahr betrachtet sei es vor allem das Fahrrad gewesen, das zur Umsatzsteigerung beigetragen hat. Laut Nendwich gilt das für das Fahrrad insgesamt und nicht nur für das in den letzten Jahren ohnedies boomende E-Bike.

Jetzt zu Winterbeginn ist der Schi das Topthema. Die Zahl der verkauften Schi ist gestiegen, was laut dem Obmann vor allem auf das Service des Fachhandels mit der Anpassung der Schi mit dem Fokus auf die richtige Einstellung der Bindung zurückzuführen sei. „Darüber hinaus“, sagt er, „ist es der Outdoorbereich generell, der unsere Branche zum Wachsen bringt. Außerdem wollen mehr Jugendliche, die zu Festivals gehen, wie etwa zum Frequency, eine entsprechende Ausrüstung haben, die genau für solche Veranstaltungen geeignet ist.“

Gerade für die Jugend, aber auch für andere gelte: Der Klimawandel und damit die Nachhaltigkeit haben in sämtlichen Lebensbereichen Einzug gehalten und sind demnach auch im Sportartikelhandel angekommen. Da geht es um ein nachhaltiges Produkt. „Dazu zählt vor allem die in Österreich hergestellte Faser Lyocell, die eigentlich aus Holz stammt, aber verarbeitet wird und nicht als natürlich anerkannt wird“, erklärt der Fachmann.

Die zweite Ebene der Nachhaltigkeit ist das Erzeugerland. Immer mehr Produkte für den Sportartikelhandel in Europa werden unter sozialen Rahmenbedingungen hergestellt, die das Produkt zwar teurer machen, „aber immer mehr Kunden bereit sind, für entsprechend nachhaltig hergestellte Ware auch einen höheren Preis zu zahlen“, resümiert Michael Nendwich. (jm)

http://wko.at/noe/mode-freizeit

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