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24.07.2020 - Ausgabe Nr. 1597

Auf dem Campus Tulln geht das „Haus der Digitalisierung“ an den Start



Die Digitalisierung wird in den nächsten Jahren viele Betriebsabläufe und Entscheidungsprozesse in der Wirtschaft und auch in der Verwaltung grundlegend verändern. Daraus ergeben sich nicht nur große Herausforderungen, sondern auch enorme Chancen. Dem trägt das Land Niederösterreich mit seiner schon vor mehr als zwei Jahren ins Leben gerufenen Digitalisierungsstrategie erfolgreich Rechnung. Nach der Installation digitaler Knotenpunkte im Land 2018 sowie dem Start des virtuellen „Haus der Digitalisierung“ 2019 folgt nun mit der Errichtung des realen Bauwerks in Tulln die nächste Etappe auf diesem Weg in die Zukunft.

Mit einem Investitionsvolumen von 33,5 Millionen Euro entsteht auf dem Gelände des Campus Tulln auf rund 4.200 Quadratmetern Fläche ein moderner Neubau, der unter seinem Dach Büros für Mieter, Räume für Start-ups und Gründer, einen Showroom, einen Infopoint, eine Außenstelle der Fachhochschule Wiener Neustadt sowie Gastronomieeinrichtungen vereint. Baubeginn ist im Frühjahr 2021. Die Fertigstellung des „Hauses der Digitalisierung“ ist für das zweite Quartal 2023 vorgesehen.

„Die Corona-Krise der letzten Wochen und Monate hat die Digitalisierung beschleunigt“, stellte Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bei der Vorstellung des Projektes mit Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger, Fachhochschul-Aufsichtsratsvorsitzendem Klaus Schneeberger und Tullns Bürgermeister Peter Eisenschenk fest. Ausgangsbeschränkungen und geschlossene Geschäfte hätten digitalen Kommunikationsformen und regionalen Online-Shops einen regelrechten Boom beschert. Deshalb werde Niederösterreich seine begonnenen Digitalisierungsmaßnahmen weiterhin rasch, flächendeckend und nachhaltig umsetzen, kündigt Mikl-Leitner an.

Mit dem „Haus der Digitalisierung“ wolle man alle Niederösterreicher und Interessierte über die Landesgrenzen hinaus ansprechen, betonte Landesrat Danninger. Es soll den Mehrwert der Digitalisierung für Menschen und Unternehmen in den unterschiedlichsten Bereichen in den Vordergrund stellen. „Wir wollen für jeden Einzelnen die Digitalisierung spannend erklären und Erfolgsbeispiele aus Niederösterreich vor den Vorhang holen. Und besonders für unsere kleinen und mittelständischen Betriebe wollen wir eine Anlaufstelle sein, eine Plattform bieten, sie inspirieren und zum Nachahmen anregen. Und wir wollen Betriebe auf dem Weg in die Digitalisierung beraten und im Netzwerk begleiten, Unternehmen mit Leading Companies zusammenführen und neue Kooperationen anstoßen“, so der Wirtschaftslandesrat.

Aber auch den Besuchern werde einiges geboten. Jährlich wechselnde Ausstellungsthemen sollen mit verschiedenen Schwerpunkten beleuchtet werden. Darüber hinaus ende das Projekt nicht an der „Campus-Grenze“ in Tulln, sondern wird auch von den Knotenpunkten in St. Pölten, Krems, Wieselburg, Tulln, Klosterneuburg und Wiener Neustadt aufgegriffen, erklärte Danninger. (mm)

http://www.ecoplus.at/interessiert-an/haus-der-digitalisierung

http://www.virtuelleshaus.at

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