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25.09.2020 - Ausgabe Nr. 1606

Großmärkte dominieren den Lebensmittelhandel in Niederösterreich



Steigende Umsatzerlöse hat der Lebensmitteleinzelhandel 2019 in Niederösterreich und im Nordburgenland erzielen können. Im Vorjahr gab es in der Ostregion ohne Wien 1.295 Lebensmitteleinzelhandelsgeschäfte, die einen Gesamtumsatz von rund 4,78 Milliarden Euro erwirtschaftet haben. Das ist ein Umsatzzuwachs um 3,2 Prozent gegenüber 2018, wie das Handelsforschungsinstitut Nielsen dem NÖ Wirtschaftspressedienst mitteilt. Die Zahl der Verkaufsstellen ist um 17 oder 1,3 Prozent auf 1.295 gestiegen.

Deutlich besser als der Durchschnitt aller Vertriebstypen haben in der Lebensmittelhandelsbilanz 2019 die Verbrauchermärkte abgeschnitten. Das sind Geschäfte mit mehr als 1.000 Quadratmeter Verkaufsfläche, wie z.B. die Merkur- oder Interspar-Filialen. In Niederösterreich und dem Nordburgenland erreichten die 95 Lebensmittelgroßmärkte einen Gesamtumsatz von mehr als 1,21 Milliarden Euro. Gegenüber 2018 war das ein Anstieg um 64 Millionen Euro oder 5,6 Prozent.

Auch die Supermärkte - Geschäfte mit Verkaufsflächen zwischen 400 und 1.000 Quadratmetern - haben im vergangenen Jahr in der Ostregion ohne Wien überdurchschnittlich zugelegt. Im Untersuchungsgebiet erzielten die 591 Supermärkte ein Umsatzplus um 72 Millionen Euro oder 3,6 Prozent auf knapp über 2,05 Milliarden Euro.

Ebenfalls noch zu den Gewinnern - wenngleich schon gebremst - zählten im vergangenen Jahr die beiden Diskonter Hofer und Lidl, die von Nielsen in einer eigenen Kategorie ausgewiesen werden. Die zusammengerechnet 172 Hofer- und Lidl-Filialen in Niederösterreich und dem Nordburgenland kamen 2019 nach Schätzungen des Handelsforschungsinstituts auf einen kumulierten Umsatz von fast 1,2 Milliarden Euro. Das war ein Wachstum um 32 Millionen Euro oder 2,8 Prozent gegenüber 2018.

Anlass zur Sorge gibt weiterhin die wirtschaftliche Situation der kleinen Lebensmittelgeschäfte mit Verkaufsflächen unter 400 Quadratmetern, wozu auch die Greißler zählen. In Niederösterreich und dem Nordburgenland gab es 2019 noch 437 Verkaufsstellen dieses Geschäftstyps. Ihre kumulierten Umsätze sind im Vorjahr erneut um 19 Millionen Euro oder 5,5 Prozent auf nur noch 326 Millionen Euro zurückgegangen. (mm)

http://at.nielsen.com

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