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16.10.2020 - Ausgabe Nr. 1609

Epidemie-Maßnahmen wirken sich immer stärker auf die Unternehmen aus



Die wirtschaftlichen Auswirkungen der von der Politik gesetzten Maßnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie greifen unter Österreichs Betrieben immer weiter um sich. Wie der Austrian Business Check des Kreditschutzverbandes (KSV)1870 unter 1.200 befragten Unternehmen vom August 2020 zeigt, hätten neun von zehn Firmen mit den Folgen zu kämpfen. Mehr als 40 Prozent davon seien sehr stark beziehungsweise eher stark betroffen.

Zudem hat sich offenbar auch die Geschäftslage der Firmen eingetrübt. Während vor der Krise noch zwei Drittel von einer positiven Situation gesprochen hätten, seien es aktuell nur noch 44 Prozent, die die eigene Lage mit „sehr gut bzw. gut“ bewerten. Gleichzeitig seien die Einschätzungen mit „mangelhaft“ oder „ungenügend“ von sechs Prozent auf 21 Prozent gestiegen.

„Die Corona-Krise hat wenig überraschend massive wirtschaftliche Auswirkungen für die Unternehmen gebracht. Wir sprechen aktuell von einer deutlich verschlechterten Geschäftslage. Sie ist zum einen den teils gravierenden Einschränkungen geschuldet und andererseits auch eine Folge der ungewissen Zukunftsperspektive“, so Ricardo-José Vybiral, Vorstand der KSV1870 Holding AG. Dabei falle insbesondere auf, je kleiner das Unternehmen, desto größer ist auch die finanzielle Betroffenheit.

Lediglich bei der Zahlungsmoral sei die Krise noch nicht in den Firmen angekommen. Österreichweit begleichen 23 Prozent (2019: 16%) ihre offenen Rechnungen zu spät. Dieses Minus gehe vor allem auf das Konto der Bundesbehörden, die vielerorts Förderungsgelder spät auszahlen. Für 2021 würden die Unternehmer noch ein deutlich düsteres Bild erwarten und damit eine gravierende Verschlechterung des heimischen Zahlungsverhaltens. (gübi/mm)

http://www.ksv.at

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