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20.11.2020 - Ausgabe Nr. 1614

EZG Gut Streitdorf warnt vor Schleuderpreisen mit Schweinefleisch



Eines der größten Unternehmen im Weinviertel und dennoch in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt ist die Erzeugergemeinschaft (EZG) Gut Streitdorf mit Sitz in Niederhollabrunn im Bezirk Korneuburg. Mit der Vermarktung von 690.000 Mastschweinen, 630.000 Ferkeln, 65.000 Rindern sowie 14.000 Schafen und Ziegen hat die EZG 2019 für ihre 2.671 Genossenschaftsmitglieder einen Umsatz von 246,3 Millionen Euro erwirtschaftet.

An diese Zahlen wird man heuer nicht herankommen, zumal mit dem zweiten Gastro-Lockdown ein weiterer Preissturz auf dem Rinder- und Schweinemarkt droht. „Der Schweinepreis ist im Vergleich zum November des Vorjahres um 25% niedriger, und bei den Schlachtkühen sind die Preise in den vergangenen Wochen um zirka 30% gesunken“, berichtet EZG-Geschäftsführer Werner Habermann. Zudem bewirke das Ausbleiben des Außer-Haus-Verzehrs zusätzlichen Marktdruck.

Weil China wegen des Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest in Brandenburg einen Importstopp für Fleisch aus Deutschland verhängt hat, wird nun der europäische Markt mit deutschem Schweinefleisch überschwemmt. „Diese Überproduktion bekommen auch wir stark zu spüren“, erklärt Habermann. Die EZG Gut Streitdorf appelliert deshalb sowohl an die Konsumenten als auch an die Gastronomie, jetzt auf die Herkunft der Lebensmittel zu achten und zu heimischer Qualitätsware zu greifen. (mm)

http://www.gutstreitdorf.at

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