//
27.11.2020 - Ausgabe Nr. 1615

In jeder sechsten niederösterreichischen Gemeinde gibt es keinen Bankomaten



Auch im Flächenbundesland Niederösterreich ist Bargeld gut und schnell verfügbar. Das zeigt eine aktuelle von der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) durchgeführte Studie, die die Versorgungsdichte mit Bankomaten im Bundesgebiet unter die Lupe genommen hat. Demnach haben es 95 Prozent der niederösterreichischen Bevölkerung weniger als fünf Kilometer weit zum nächsten Geldautomaten. Wie der NÖ Wirtschaftspressedienst der Studie entnimmt, ist der nächstgelegene Geldautomat im niederösterreichischen Durchschnitt 1,5 Kilometer entfernt.

Wo mehr Menschen wohnen und arbeiten, ist Bargeld leichter erhältlich. In den beiden größten Städten St. Pölten und Wiener Neustadt beträgt die durchschnittliche Wegstrecke zum nächsten Bankomaten nur rund 700 bis 800 Meter. In mittelgroßen Städten und Gemeinden mit 5.000 bis 10.000 Einwohnern sind es 1,2 Kilometer. In Kommunen zwischen 3.000 und 5.000 Einwohnern sind im Durchschnitt rund 1,4 Kilometer zurückzulegen, in kleinen Gemeinden unter 2.000 Einwohnern schon 2,2 Kilometer.

In jenen Ortschaften, in denen Banken und Sparkassen ihre Filialen geschlossen haben, fehlen zumeist auch die Geldausgabegeräte. Mit Stand Anfang 2020 gab es in Niederösterreich in 94 von 573 Gemeinden keine Bankomaten. Damit muss jede sechste Kommune zwischen Enns und Leitha ohne Geldautomaten auskommen. (mm)

http://www.oenb.at/bargeld

Artikel teilen:

© 2021 - www.wirtschaftspressedienst.at
Donau Media Wirtschaftsverlag 1984 GmbH | Bahnstraße 6 | 2104 Spillern