//
11.12.2020 - Ausgabe Nr. 1617

Findiger Unternehmer will Verletzte schneller versorgen lassen



Eine Innovation, die es ermöglicht, aus einem Bus eine mobile Sanitätsstation zu machen, hat der Einpersonen- und Start-up-Unternehmer Andreas Czekierda mit seiner Xpress-Triage GmbH in Schwechat entwickelt. Wie er dem NÖ Wirtschaftspressedienst bekanntgibt, kann mit seinen RESQRACK-Stützen für Krankentragen, die mit wenigen Handgriffen montiert sind, bei Großunfällen schneller eine Versorgung aller Verletzten in einer geschützten Umgebung durchgeführt werden. Diese Idee ist beim riz up GENIUS Ideen- und Gründerpreis 2020 in der Kategorie Geniale Start-Ups mit einem Stockerlplatz ausgezeichnet worden.

„Auf die Idee, dieses RESQRACK-Stützensystem zu entwickeln, bin ich durch Beruf und Hobby gekommen. Ich bin beim Roten Kreuz und arbeite für den Flughafen Wien. Je schneller Verletzte versorgt werden können oder nicht auf der Trage in der Kälte warten müssen, desto besser ist es. Es kann Menschenleben retten, weil Busse auf Flughäfen vorhanden sind und das Stützensystem sehr rasch montiert werden kann. Das geht auch bedeutend schneller, als Notzelte zu errichten“, betont Czekierda.

Die Stützen nutzen die Längshaltestangen in den Bussen als Zentrum, was die Montage von acht Krankentragen zulässt. Die Kapazität eines Notzelts hingegen ist mit sechs Tragen erschöpft.

Der Prototyp ist von dem findigen Unternehmer selbst gebaut worden, die Serienfertigung erfolgt mit Unternehmenspartnern. Das Produkt steht knapp vor der Markteinführung, und wird in Kisten mit je vier Stützen erhältlich sein. Das Interesse von Flughäfen auf der ganzen Welt ist bereits groß. Entsprechende Gespräche sind im Laufen. Künftig sieht Czekierda sein System im gesamten öffentlichen Verkehr im Einsatz. (hm)

http://www.facebook.com/xpresstriage

http://www.xpress-triage.com

Artikel teilen:

© 2021 - www.wirtschaftspressedienst.at
Donau Media Wirtschaftsverlag 1984 GmbH | Bahnstraße 6 | 2104 Spillern