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11.12.2020 - Ausgabe Nr. 1617

Der Weinkellerei Lenz Moser ist der Lebensmittelhandel eine wichtige Stütze



Trotz des Lockdowns hat Österreichs größter Weinabfüller, die Weinkellerei Lenz Moser aus Rohrendorf bei Krems, die Corona-Krise mit vergleichsweise geringen Schrammen umschifft. „Weil wir 80 Prozent unseres Umsatzes im Lebensmitteleinzelhandel erwirtschaften, sind wir im Gegensatz zu anderen relativ glimpflich davongekommen“, sagt Lenz Moser-Marketingleiter Friedrich Wimmer in einem Interview mit dem Handels-Fachmagazin „Key Account.“ Das Unternehmen nimmt die Trauben von rund 3.000 österreichischen Weinbaubetrieben ab, verarbeitet und vermarktet die Erträge aus einer Anbaufläche von fast 2.300 Hektar und produziert jedes Jahr rund 15 Millionen Flaschen.

Letztes Jahr hat Lenz Moser mit einem Investitionsvolumen von 3,2 Millionen Euro ein neues Presshaus errichtet und in Betrieb genommen. „Damit können wir die Trauben noch schonender, schneller und bei durchgehend konsequenter Kühlung verarbeiten“, erklärt Wimmer. Insbesondere dem Thema Kühlung komme angesichts des Klimawandels mit steigenden Temperaturen immer mehr Bedeutung zu. Das Presshaus hat eine Übernahmekapazität von täglich 250 Tonnen Trauben.

Alle Lenz Moser-Weine, die vom Schlossweingut Souveräner Malteser Ritterorden in Mailberg, vom Klosterkeller Siegendorf im Burgenland sowie von Vertragswinzern und aus Zukäufen stammen, werden am Stammsitz des Unternehmens in Rohrendorf abgefüllt. Bekannte Marken aus der Weinkellerei, die mit 75 Beschäftigten einen Umsatz von knapp 40 Millionen Euro erwirtschaftet, sind „Lenz Moser Selection“, „Servus“, „Storch“, „Alter Knabe“, „Pfiffikus“ und „Fete Rosé“. Der Ausfuhranteil beträgt 25 Prozent mit dem Haupt-Exportmarkt Deutschland. (mm)

http://www.lenzmoser.at

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