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18.12.2020 - Ausgabe Nr. 1618

Firma aus Schwechat will die Zollabwicklung digital rascher machen



Die Zollabwicklung revolutionieren will das Start-up-Unternehmen Digicust GmbH in Schwechat, Bezirk Bruck an der Leitha. Mit einem virtuellen Zollroboter und der damit verbundenen Automatisierung soll die Zollabwicklung nicht nur schneller und leichter erfolgen, es sind auch Kontrollen zur Qualitätssicherung eingebaut worden. Wie Geschäftsführer Borisav Parmakovic dem NÖ Wirtschaftspressedienst mitteilte, sei daran schon großes Interesse erkennbar. Etliche Firmen testen das Produkt bereits, und bei einem sei sogar schon mit der Implementation begonnen worden. Beim riz up GENIUS Ideen- und Gründerpreis 2020 hat diese Idee in der Kategorie Genial digital den ersten Platz erzielt.

„Der Vorteil unserer Automatisierung liegt darin, dass sie die Arbeit der Zollorgane, Spediteure und Firmen, die selbst verzollen, um einiges leichter, flotter und auch besser strukturierbar macht“, betont Parmakovic. Das System melde sich, wenn etwas fehlen sollte, und leiste damit auch einen Beitrag zur Qualitätskontrolle. In die ständige Weiterentwicklung werden auch die Kunden einbezogen.

Das System besteht aus mehreren Produkten, die auch unabhängig von einander verwendet werden können. Bereits auf dem Markt ist die Datenkonvertierung „Dexter“. Diese Anwendung kann nicht nur zur Zollabwicklung dienen, sondern auch in der Buchhaltung eingesetzt werden. Schon ab Mitte Jänner 2021 ist der „HS-Classifier“ für Zollklassifizierungen auf dem Markt, dem ab März der virtuelle Zollroboter „Broker“ folgen wird. Mit elf Mitarbeitern peilt Digicust für 2021 einen Umsatz von 200.000 Euro an. 80 Prozent der Produktion werden nach Deutschland exportiert. (hm)

http://www.digicust.com

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