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18.12.2020 - Ausgabe Nr. 1618

OMV-Raffinerie Schwechat wird um 200 Millionen zur Biodiesel-Tankstelle



Die OMV AG erwartet, dass sich ihr Bedarf an hydrierten Biokraftstoffen bis zum Jahr 2030 verzehnfachen wird. Aus diesem Grund investiert der Energiekonzern bis 2023 fast 200 Millionen Euro in seine Raffinerie Schwechat und rüstet den Produktionsstandort auf die Verarbeitung umweltfreundlicher Rohstoffe um. Jedes Jahr sollen in Schwechat bis zu 160.000 Tonnen flüssige Biomasse in Öko-Kraftstoff umgewandelt werden.

Gewinnen will die OMV die Biokraftstoffe aus Pflanzenölen und flüssigen Abfällen, wie z.B. Altspeiseöl. Der Bio-Sprit könne ohne Probleme in allen Fahrzeugmotoren zum Einsatz gebracht werden, versichert das Unternehmen. Mit der Produktion von Bio-Kraftstoffen will die OMV einen Beitrag zur nachhaltigen Mobilität leisten, die Erreichung der Klimaziele forcieren und wirtschaftliche Impulse setzen. Im gesamten Produktportfolio sind bis 2025 ein Anteil von jeweils mindestens 60 Prozent Erdgas und CO2-freier Erzeugnisse vorgesehen.

Schon seit 2004 erzeugt die OMV in ihrer Raffinerie Schwechat ausschließlich schwefelfreie Treibstoffe. Mit einer jährlichen Verarbeitungskapazität von 9,6 Millionen Tonnen Rohöl und einer Kapazitätsauslastung von mehr als 90 Prozent zählt die Industrieanlage zu den effizientesten in Europa. Hier produziert die OMV mit rund 700 Beschäftigten Benzin, Dieselkraftstoffe, Heizöl schwer, leicht und extraleicht. Dazu kommen petrochemische Grundstoffe zur Herstellung von Kunst- und Farbstoffen, Arznei- und Waschmitteln sowie der Flugturbinenkraftstoff Kerosin. Die Raffinerie Schwechat deckt rund die Hälfte des Bedarfs an Mineralölprodukten in Österreich. (mm)

http://www.omv.com

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